Als die Ulmer in Bellenberg Steine stahlen

14 Stelen sollen künftig an die Geschichte Bellenbergs erinnern. Bürger erarbeiten dafür derzeit ein Konzept.

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Die Initiative stellte ihre Arbeit vor.  Foto: 

Die Gemeinde Bellenberg ist beim Regionalentwicklungsplan dabei. Ihr Leader-Projekt heißt „Zeitreise durch Bellenberg“. Ein Rundweg mit 14 Stelen sollen an die Historie des Dorfes erinnern. Dies alles kostet Geld. Rund 40.000 Euro werden erforderlich sein. Die Hälfte davon wird durch den staatlichen Zuschuss abgedeckt. Die restliche Summe soll vor Ort durch Spenden aufgebracht werden.

In der Bürgerversammlung stellte Bürgermeisterin Simone Vogt-Keller erleichtert fest, dass für dieses Vorhaben nun eine Arbeitsgruppe gegründet werden konnte. „Sie arbeitet toll“, lobte Vogt-Keller. Vorher hatte sie vergeblich um Unterstützung und um Interesse in der Bevölkerung geworben. Federführend sind dabei Jörg Zenker und Stefan Ilg. Sie haben sich ausgiebig mit der Geschichte ihrer Heimatgemeinde befasst. Zenker organisiert Führungen durch und um seine Heimat herum. „ Bellenberg ist die beste untersuchte Gemeinde im Landkreis“, betonte er in der Bürgerversammlung.

Burg auf einem Hügel

Durchaus bemerkenswert: Bellenberg habe einst eine Burg auf dem Schlossberg, auf einem aufgeschütteten Hügel, besessen. Sie sei aus Kalksteinen von der Alb erbaut worden. Aber davon sei kein Stein mehr vorhanden. „Sie alle haben Ulmer Bürger gestohlen und zum Bau des Münsters verwendet“, berichtete Zenker in der Versammlung.

Der geplante Rundweg soll die Geschichte erlebbar machen. Auch in der Ortsmitte beim Gasthaus „Zur Traube“ soll eine der 14 Stelen aufgestellt werden. Eine weitere Stele soll westlich der Bahnlinie ihren Standort bekommen und an die Vertriebenen erinnern, die dort vor rund 70 Jahren ihre Eigenheime errichtet und eine neue Heimat gefunden haben.

 

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