"Schwäbische Weihnacht" in Weißenhorn

Die "Schwäbische Weihnacht" in Weißenhorn ist ein Renner im vorweihnachtlichen Kulturprogramm. Hinter der Erfolgsgeschichte steht ein Name: Richard Dworatschek. Für ihn ist es die letzte Vorstellung.

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  • Bald geht es wieder los: Die "Schwäbische Weihnacht" ist in Weißenhorn ein Publikumsmagnet, die Tickets sind begehrt. Foto: Patrick Fauß 1/2
    Bald geht es wieder los: Die "Schwäbische Weihnacht" ist in Weißenhorn ein Publikumsmagnet, die Tickets sind begehrt. Foto: Patrick Fauß
  • Organisiert die Schwäbische Weihnacht zum letzten Mal: Richard Dworatschek. Foto: Christa Kanand 2/2
    Organisiert die Schwäbische Weihnacht zum letzten Mal: Richard Dworatschek. Foto: Christa Kanand
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Es weihnachtet schon sehr. Kaum sind die Herbstferien zu Ende, füllen sich in den Supermärkten die Regale mit Lebkuchenherzen und Spekulatius. Dann wird es auch für Richard Dworatschek von der Stadt Weißenhorn Zeit, sich intensiv mit der Veranstaltung "Schwäbische Weihnacht" im Historischen Stadttheater zu beschäftigen. Wobei Dworatschek nicht etwa auf der Bühne mitwirkt. Der 62-Jährige ist der Drahtzieher. Er verpflichtet die Künstler - und ist mit Begeisterung dabei. Er plant das Programm so, dass bei den Weihnachtsliedern, Volksweisen und Mundartgeschichten besinnliche und heitere Töne ihren Platz haben.

Seit Dezember 1980 veranstaltet die Stadt Weißenhorn den Weihnachtsklassiker. Und Dworatschek ist ein Mann der ersten Stunde. Damals lautete der Titel noch "Jetzt kommt die Heilige Weihnachtszeit". Es gab mit der Krumbacher Sing- und Saitenspielgruppe nur eine Vorstellung. Dworatschek baute das Programm unter dem neuen Namen "Schwäbische Weihnacht" aus. Diese ist längst ein Dauerbrenner geworden.

Die Menschen in Weißenhorn kennen Dworatschek, der seit 1973 bei der Stadt arbeitet, als Leiter des Pass- und Meldeamts. Kürzlich ist die Verwaltung in die sanierten Schlösser gezogen. In seinem neuen Büro werden bald die Telefondrähte glühen. Denn am 9. November beginnt die heiße Phase des Kartenvorverkaufs für die "Schwäbische Weihnacht 2013". Insgesamt gibt es zehn Vorstellungen.

Das Allgäuer "Duo Inflagranti" mit Sandra Ade (Hackbrett, Gitarre und Gesang) und Vreni Kuisle (Harfe, Flöte und Gesang) ist wieder mit von der Partei, ebenso der "Holzheimer Dreigesang" mit Norbert und Johannes Riggenmann sowie Heiner Braun. Durch das kurzweilige zweieinhalbstündige Programm wird Nikolaus Maucher aus Pfaffenhofen mit Witz führen und dabei wieder gefühlvolle und humoristische Erzählungen in Mundart beisteuern. "Special-Guest" ist diesmal Xaver Müller, ein gebürtiger Weißenhorner, mit seiner Gitarre und der alpenländisch-bäuerlichen Scherrzither.

Sechs Veranstaltungen sind schon ausverkauft. Die Tickets wurden im Vorfeld an Gruppen vergeben. Für die vier restlichen Termine gibt es ab dem 19. November Tickets. "Da heißt es: sich sputen." Die vorweihnachtliche Romantik in der Fuggerstadt und die anheimelnde Atmosphäre des von Dworatschek und fleißigen Helfern geschmückten Theaters lockt jedes Jahr viele Besucher jeder Altersklasse an. "Schon ab 5 Uhr morgens standen die Leute bis vor vier, fünf Jahren auf dem Kirchplatz am Alten Rathaus Schlange", um Tickets für die Vorstellungen zu ergattern, berichtet Dworatschek stolz. "Die meisten Besucher fallen in die Kategorie Stammpublikum." Für viele gehöre die "Schwäbische Weihnacht" fest zur Adventszeit. "90 Prozent kommen von auswärts. Der Radius geht bis nach Konstanz, München, Ludwigsburg, Augsburg. Nicht zu vergessen die Ulmer."

Die Verwaltung des über die Weißenhorner Grenzen bekannten Stadttheaters fällt in Dworatscheks Aufgabenbereich. "Rund 90 Theateraufführungen, Kinder- und Musikveranstaltungen, etwa der Weißenhorner Kammeroper, finden dort jährlich statt. Dazu kommen im Theaterfoyer Empfänge, Ausstellungen und 80 Trauungen im Jahr."

Ende März 2014 geht Dworatschek in den Ruhestand. Neue Leiterin des Pass- und Meldeamts wird Manuela Werdich. Dworatscheks neuer Kollege Fabian Kropf ist künftig im Rathaus für die kulturellen Veranstaltungen in Stadttheater, Stadthalle, Schranne und Stadtbibliothek zuständig. Kropf wird die Nachfolge Dworatscheks antreten, was die Organisation der "Schwäbische Weihnacht" betrifft.

Dworatschek war seit 1980 bei jeder Vorstellung der "Schwäbischen Weihnacht" dabei. Der Abschied fällt dem 62-Jährigen nicht leicht. "Die 245. Vorstellung", hat er errechnet, "wird meine letzte sein."

Info: "Schwäbische Weihnacht" im Stadttheater Weißenhorn am 14. und 21. Dezember, 19.30 Uhr, 15. und 22. Dezember, 15 Uhr. Vorverkauf ab 19. November, 7 Uhr, im Rathaus. Oder Tel. (07309) 8423.

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