„Ninja Warrior“ aus Günzburg will Verein gründen

Ende September war Christian Balkheimer aus Weißingen in der RTL-Show „Nina Warrior“ zu sehen. Ein Besuch in der Trainingshalle.

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  • Kein Trick mit dem Foto, aber einer, für den es ein Trampolin braucht: Ninja Warrior Christian Balkheimer trotzt drei oder vier Schritte lang der Schwerkraft und läuft die Ziegelwand im alten Kuhstall hinauf .  1/2
    Kein Trick mit dem Foto, aber einer, für den es ein Trampolin braucht: Ninja Warrior Christian Balkheimer trotzt drei oder vier Schritte lang der Schwerkraft und läuft die Ziegelwand im alten Kuhstall hinauf . Foto: 
  • Christian Balkheimer an einer schwebenden Tür. 2/2
    Christian Balkheimer an einer schwebenden Tür. Foto: 
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Die schwebenden Türen“, senkrecht an wackeligen Ketten hängende Holzbretter, sind die derzeitige Herausforderung von Christian Balkheimer aus Weißingen im Kreis Günzburg. Immer wieder sucht der 24-jährige „Ninja Warrior“-Teilnehmer einen Weg, sich von einer wankenden Tür zur nächsten zu hangeln. Gleichgewichtssinn, Kraft in allen Gliedern und viel Geduld lassen ihn von Mal zu Mal besser werden. „Man entwickelt ein Körpergefühl und koordinative Fähigkeiten“, sagt der Sportstudent, der von seiner Sportart fasziniert ist. „Le Parkour“ lautet der Name jenes Sports, der hinter Balkheimers „Ninja Warrior“-Teilnahme steckt.

Mit einem dutzend Gleichgesinnter, dem „Team Goatmode“, hat Balkheimer auf 500 Quadratmetern einen Trainings-Parcours mit 50 Turngeräten, Hindernissen und Trampolins im ehemaligen Kuhstall seines Nachbarn aufgebaut.

Le Parkour, das sich auch als Bewegungskunst versteht, ist seit den 1990er Jahren in Frankreich populär. Es ist durch Musikclips und Youtube-Clips, in denen die Sportler über Mauern, Zäune und ganze Häuser klettern, springen und turnen, bekannt geworden.

Die in Japan entwickelte Ninja-Warrior-Show bringt verschärfte Hindernisse dazu. Und ergänzt „Le Parkour“ um den Wettbewerbsgedanken. „Du gegen die Hindernisse, und nicht gegen andere Teilnehmer“, das sei auch bei „Ninja Warrior“ so.

„Man muss auch mit dem Druck klarkommen, sich von Kameras und johlendem Publikum nicht ablenken lassen“, sagt Balkheimer. Bei der dritten Staffel des Wettbewerbs – sie beginnt Mitte kommenden Jahrs – will er wieder mitmachen.

Zuvor wolle er mit den Freunden und Bekannten im Stall einen Verein gründen. „Verein für freie Bewegungskunst oder so etwas ähnliches“, sagt der junge Mann, sei als Name im Gespräch. Schon jetzt kommen viele Turn- und Parkour-Begeisterte, gelegentlich sogar aus dem Ausland, in den ehemaligen Milchkuhstall. Jeden Montag von 18 bis 21 Uhr gebe es dort freies Training für Interessierte. Erst im August habe hier eine „Free Ground Academy“ stattgefunden. 25 Leute haben gemeinsam trainiert, darunter auch viele Teilnehmer aus der RTL-Show.

Vom Trampolin die Wand hoch

Verletzungen habe es bislang keine nennenswerten gegeben. „Man muss sich langsam an die Sprünge und Geräte rantasten“, sagt Balkheimer. Sonst könnte es schon mal gefährlich werden. Die Hindernisse wirkten oft so, als seien sie leicht zu meistern, benötigten jedoch tatsächlich viel Übung. Anfänger müssten da gelegentlich in ihrem Eifer gebremst werden.

Zum Schluss führt Balkheimer noch das Hochlaufen an der Wand vor. Dazu lässt er sich auf den Rücken in ein großes Trampolin fallen. Mit dem Schwung gelingen drei bis vier Schritte die senkrechte Ziegelwand hinauf. Wie ein Flummi wiederholt er die Übung zehn bis zwölf Mal. „Das spielerische Element sollte immer im Vordergrund stehen“, sagt der Ninja-Warrior-Teilnehmer.

Auftritte Christian Balkheimer (24) hat lange Tae-Kwon-Do trainiert. Außerdem hat er mit zwölf Jahren begonnen, in der Günzburger Halle des Deutschen Alpenvereins (DAV) zu klettern. Derzeit studiert er Sportwissenschaft in München. In diesem und im vergangenen Jahr hat er an der RTL-Show „Ninja Worrier“ teilgenommen. Ende September kam er unter die 56 besten von 350 Teilnehmern (Halbfinale), 2016 unter die letzten 25 Teilnehmern im Finale.

Video Wer sich ein Bild davon machen will, wie „Ninja Warriors“ trainieren und  einen Parcours meistern, kann sich das auf Youtube unter dem Suchbegriff „TeamGoatMode“ oder auf freegroundacademy.jimdo.com anschauen.

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