„Defizite ausgleichen“

|

Seit Anfang des Jahres ist Steffen Breitweg Leiter der geriatrischen Rehabilitation in Illertissen. Der 53-jährige Geriater lebt mit seiner Familie in der Marktgemeinde Legau im Unterallgäu.

Herr Breitweg, warum sind Sie von der Kreisklinik in Ottobeuren nach Illertissen gewechselt?

In der Kreisklinik in Ottobeuren war ich bereits mehrjährig als Leiter einer geriatrischen Tagesrehabilitation im Unterallgäu tätig. Die Leitung der stationären geriatrischen Rehabilitation der Illertalklinik wurde dann vakant, weswegen ich diese sehr reizvolle Aufgabe gerne übernommen habe.

Im Hinblick auf Ihre Patienten: Was muss ein Geriater besonders im Blick haben? Worauf muss er bei der Behandlung achten?

Ein Geriater muss zwei Dinge im Blick haben: 50 Prozent der Tätigkeit behandelt man als Arzt die so genannten Alterskrankheiten. Die anderen 50 Prozent beinhalten die altersbedingten Abbauprozesse. Hier geht es darum, Fähigkeitsdefizite und die Reduktion der Alltagskompetenz festzustellen und diese dann wiederherzustellen. Insbesondere liegt die Aufgabe der Rehabilitation darin, die Pflegebedürftigkeit zu vermeiden.

Etwa drei Wochen verbringen Ihre Patienten im Schnitt in der geriatrischen Reha. Was ist das Ziel in diesem Zeitraum?

Die meisten Patienten befinden sich in einer Anschluss-Heil-Behandlung.  Sie waren also zuvor in einem Akut-Krankenhaus und bedürfen der Nachsorge. Ziel ist es, die Mobilität wiederherzustellen und Folgedefizite zu beseitigen. Wenige Patienten kommen auch direkt von Zuhause und werden vom Hausarzt zur Rehabilitation eingewiesen, weil sie zum Beispiel in ihrer häuslichen Selbstversorgung nachlassen. Hier ist das Team der geriatrischen Rehabilitation gefragt, das daran arbeitet, die bisherige Alltagskapazität des Patienten wiederherzustellen.

Wo geht die Reise in Illertissen hin? Wohin soll sich die dortige Geriatrie entwickeln?

Weitere Rehabilitationsformen sind angedacht, etwa eine reine Tagesrehabilitation: Die Patienten werden wie bei der stationären Rehabilitation behandelt, jedoch können sie über Nacht und an den Wochenenden nach Hause. Angedacht ist zusätzlich eine Institutsambulanz, bei der Haus- und Fachärzte ihre Patienten an die Geriatrie überweisen können. Den Haus- und Fachärzten wird ein geriatrischer Check-Up ihrer Patienten angeboten mit Einbezug der erforderlichen Fachkräfte wie Logopädie, Ergo- oder Physiotherapie.

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Schwörsamstagsspiel: Spatzen schlagen sich wacker gegen den FCA

Der SSV Ulm 1846 Fußball schlug sich eine Woche vor dem Start der Regionalliga in seinem letzten Testspiel gegen Bundesligist FC Augsburg beim 2:3 sehr wacker. weiter lesen