"Basis muss stimmen"

Der SPD-Unterbezirk Neu-Ulm hat einen neuen Vorsitzenden: Bundestagsabgeordneter Karl-Heinz Brunner wurde mit großer Mehrheit gewählt. Amtsinhaber David Knuplesch trat nicht mehr an.

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    Gutes Ergebnis: Karl-Heinz Brunner ist neuer SPD-Kreisvorsitzender. Foto: 
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Hat ein Bundestagsabgeordneter in Berlin nicht schon genug um die Ohren? Karl-Heinz Brunner winkt ab. Gerade ist er mit 35 von 38 Stimmen im Weißenhorner Café Habis zum neuen Vorsitzenden des SPD-Unterbezirks Neu-Ulm gewählt worden. "Alles eine Frage der Organisation", sagt er. Und: "Die Basis, der Unterbau muss stimmen." Weil die große Politik in Berlin eben nicht ohne die Schaffer und Ideengeber in den Kreis- und Ortsverbänden funktioniere.

Was erwartet die Genossen im Landkreis Neu-Ulm nun, was hat ihr neuer Kreisvorsitzender vor? Brunner stellt klar, dass lokale Themen - vom Bebauungsplan bis zur Unterbringung von Asylbewerbern vor Ort - wichtig sind, er im Kreisverband aber auch die großen Linien diskutieren will: demografischer Wandel, Zuwanderung, Digitalisierung. Außerdem will Brunner die politische Bildung forcieren und die SPD in der Öffentlichkeit stärker wahrnehmbar machen.

David Knuplesch hatte sich nicht mehr zur Wahl gestellt, er hatte den Kreisverband mit 450 Mitgliedern (Altersschnitt: 59 Jahre) sechs Jahre lang geführt. Der 33-Jährige arbeitet an der Uni Ulm, er forscht im Bereich Informatik. Zudem hat er mit seiner Ehefrau eine bald zweijährige Tochter. Er sei familiär und beruflich zu sehr eingespannt, um weiter SPD-Kreisvorsitzender zu bleiben, begründete Knuplesch seinen Verzicht auf eine neue Kandidatur. Die beiden Stellvertreter Sabine Krätschmer (Ortsverein Nersingen) und Ulrich Schäufele (Ortsverein Burlafingen-Pfuhl) wurden im Amt bestätigt. Der Illertisser Ortsvereinsvorsitzende Kasim Kocakaplan ist neuer Kassierer.

Aus dem Kreistag legte Antje Esser, Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, einen Rechenschaftsbericht ab, der starke Zustrom von Flüchtlingen war ein bestimmendes Thema. "Die Städte und Gemeinden im Landkreis sind sehr unterschiedlich solidarisch an der Aufnahme von Flüchtlingen beteiligt", sagte Esser. Eine Unterbringung in Turnhallen sei keine akzeptable Lösung. Zudem habe die SPD angeregt, der Landkreis könnte das derzeit ungenutzte Neu-Ulmer Multikulturhaus vom Freistaat Bayern anmieten - und dort Flüchtlinge unterbringen. In diesem Zusammenhang mahnte Karl-Heinz Brunner ein Zuwanderungsgesetz an, dass jungen Flüchtlingen eine Perspektive in Deutschland biete.

Esser berichtete, dass für das Lessing-Gymnasium im Wiley-Nord nun ein Standort gefunden worden ist, auf gute 41 Millionen werden die Baukosten veranschlagt. Damit liegen sie exakt in der Höhe, die einst für eine Sanierung des bestehenden Gebäudes in der Augsburger Straße im Raum standen. Der Plan war im Oktober 2013 aus Kostengründen gestoppt worden. In der Folge habe der Kreis 800.000 Euro an Abstandszahlungen an Firmen leisten müssen, "um das Thema Sanierung zu erledigen".

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