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Wieland nicht ausgelastet

Weihnachtsgeschenke für alle Beschäftigte gibts zwar, doch die Geschäfte bei Wieland laufen derzeit nicht gut. So hieß es bei der Weihnachtsfeier.

INGRID WEICHSBERGER | 0 Meinungen

Der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr der Wieland-Werke war rückläufig. Und die derzeitige Auftragslage lasse zu wünschen übrig. Völlig ausgelastet sei nur die Gleitlagerfertigung im Werk Ulm. Das alles teilte der Vorstandsvorsitzende der Wieland-Werke, Harald Kroener, während der Weihnachtsfeier den Betriebsangehörigen und den Ruheständlern im Werk Vöhringen mit. Trotzdem überwies die Firma den Mitarbeitern neben der tariflichen Sonderzahlung auch eine Überschussbeteiligung. Wie in den Vorjahren wurden außer den Pensionären auch die Witwen und die Waisen mit einem Geldgeschenk bedacht. Dazu kommen die Weihnachtsgeschenke für die Kinder der Beschäftigten.

An insgesamt neun Standorten, nahezu auf der ganzen Welt verteilt, arbeiten rund 6900 Menschen für die Wieland-Gruppe. Davon sind im größten Werk in Vöhringen 2465 Menschen beschäftigt. Eine wichtige Voraussetzung für die Konkurrenzfähigkeit der Wieland-Werke sei die gute Ausbildung der Mitarbeiter. Darin investiere Wieland rund zehn Millionen Euro jährlich, sagte Kroener. Derzeit absolvieren bei Wieland 196 Jugendliche eine Ausbildung, 53 Studierende sind bei der Firma beschäftigt. Dazu kommen 25 Hochschulpraktikanten verschiedener Hochschulen und Universitäten. Besonders erfolgreiche junge Leute werden traditionell während der Weihnachtsfeier für ihre Leistung ausgezeichnet. Heuer war dies Markus Miller, künftiger Elektroniker für Betriebstechnik.

Kroener appellierte ebenso wie der Betriebsratsvorsitzende Ludwig Daikeler an die Mitarbeiter, ihre Vertreter in den Aufsichtsrat zu wählen. "Wählen Sie die Person ihres Vertrauens", sagte Kroener. Beide Redner wiesen ausführlich auf die wichtige Einrichtung der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat hin. Daikeler sagte weiter, Wieland müsse derzeit große Herausforderungen bewältigen. Beispielsweise die Rohstoffverknappung, den demographischen Wandel und die Energiewende. Wieland bekenne sich seit rund 200 Jahren und davon nahezu 150 Jahre in Vöhringen zum Standort Deutschland, stellte der Betriebsratsvorsitzende fest. Bei Wieland zu arbeiten bedeute für viele Mitarbeiter eine Lebensaufgabe, sagte Daikeler weiter.

Bei aller Tradition konnte der Vorstandsvorsitzende mit Neuigkeiten aufwarten, denn nach 40 Jahren gestalteten neben der Stadtkapelle nicht mehr der Liederkranz Vöhringen sondern die Chor-Kids aus Illertissen das weihnachtliche Rahmenprogramm. Auch für die Pensionäre aus Vöhringen gibt es im kommenden Jahr eine Veränderung, denn ihr alljährliches weihnachtliches Treffen im Walzwerk wird ab dem kommenden Jahr in den Oktober verlegt und findet mit den Ulmer Kollegen in der Donauhalle statt.

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