Jenny Witter ist neue Leiterin des Weißenhorner Jugendtreffs
Weißenhorn. Jenny Witter (27) kommt aus Thüringen, lebt nun im Allgäu und fühlt sich wohl an ihrem Arbeitsplatz in Weißenhorn. Vor wenigen Wochen hat sie die Leitung des Jugendtreffs in der Fuggerstadt übernommen.
Nein, ins kalte Wasser ist Jenny Witter nicht geworfen worden. "Gott sei Dank", sagt die neue Jugendtreffleiterin in Weißenhorn. "Da wäre wohl für beide Seiten nicht gut gewesen." Einige Wochen hatte die 27-Jährige Zeit, um sich einzuarbeiten. Sie sah sich die Abläufe im Treff an und schaute der scheidenden Treff-Leiterin Isabell Hagg über die Schultern. Nun hat Jenny Witter das Sagen. Sie betreut den Treff und die Jugendlichen, die dort hinkommen, um Freunde zu treffen, Computerspiele oder Tischfußball zu spielen, Musik zu hören oder einfach nur abzuhängen.
An ihre neue Chefin mussten sich die meisten Kids, für die die Räume in der Memminger Straße neben dem Rathaus eine Art zweites Zuhause geworden sind, erst einmal gewöhnen. Man habe sich zunächst gegenseitig beschnuppert, berichtet die neue Treffleiterin. "Die Jugendlichen haben getestet, wie weit sie bei mir gehen können." Diese Phase sei nun beendet. "Die Kids sind gut drauf, auch wenn sie nicht immer brav sind."
Das Jugendhaus in Weißenhorn wurde 2009 gegründet. Nach anfänglichen Schwierigkeiten hat sich der Treff etabliert, der von der Stadt Weißenhorn finanziert wird. Bei der Organisation kooperiert die Verwaltung mit dem Kreisjugendring Neu-Ulm, bei dem Jenny Witter angestellt ist. Die 27-Jährige stammt aus Thüringen. In Jena hat sie Erziehungswissenschaften und Psychologie studiert. 2011 zog die junge Frau zu ihrem Freund ins Allgäu und bewarb sich beim Jugendring des Landkreises Neu-Ulm. Wenig später wurde sie mit der Aufgabe in Weißenhorn betraut. Dort hat Jenny Witter eigenen Angaben zufolge eine gut organisierte und attraktive Einrichtung übernommen. Im Durchschnitt kommen 75 Jugendliche an den drei Öffnungstagen pro Woche in den Treff. Viel los ist vor allem freitags. Dann feiern häufig mehr als 30 Jugendliche im Jugendhaus. Viel mehr passen angesichts überschaubarer Räumlichkeiten eigentlich auch gar nicht rein, heißt es bei der Stadtverwaltung.
In den kommenden Wochen will Jenny Witter Klinken putzen gehen, Flyer verteilen, sich als neue Leiterin vorstellen und auf das Jugendhaus aufmerksam machen, auch an den vielen Schulen in Weißenhorn. "Schön wäre es, wenn wir mehr Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren für unseren Jugendtreff begeistern können", sagt die Leiterin. Wiederbelebt werden soll auch der Girls-Treff - ein Nachmittag in der Woche, in dem das Haus, wie der Name schon sagt, den Mädchen vorbehalten ist.
Es gebe noch viel zu tun, viel zu bewegen. Jenny Witter hat Lust darauf. "Ich hätte nicht gedacht, dass es mich mal hierher verschlägt. Nun bin ich glücklich, hier zu sein", sagt sie und lächelt.
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Autor: CARSTEN MUTH | 04.02.2012
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Freut sich über ihre neue Aufgabe in Weißenhorn: Jenny Witter ist seit Beginn des Jahres Leiterin des Jugendhauses in der Fuggerstadt. Die 27-Jährige ist beim Kreisjugendring Neu-Ulm angestellt. Foto: Carsten Muth
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