Stadt Senden reagiert auf Zweifel an Hallen-Sicherheit
Senden. Die Sporthalle der Engelhartschule ist geschlossen. Weil Grünen-Stadtrat Peter Ehrenberg die Standsicherheit anzweifelte, wird sie überprüft.
"Die Halle ist heute Früh geschlossen worden. Ich kann es nicht verantworten, Kinder in eine Halle zu lassen, deren Sicherheit angezweifelt wird." Bürgermeister Kurt Baiker reagierte damit auf die Attacken des Grünen-Stadtrats Peter Ehrenberg in der Hauptausschusssitzung am Donnerstagabend.
Begonnen hatte es damit, dass die SPD bei den Beratungen des Vermögenshaushalts noch einmal den Spar-Vorstoß unternahm, den Bau der neuen Sporthalle in die Zeit nach 2012 zu verlagern. CSU und Grüne halten an dem Hallenbau fest und argumentierten dagegen. "Eine Halle, die monatlich überprüft werden muss, ist für mich nicht sicher", sagte Ehrenberg. Es gelte jedes noch so geringe Risiko auszuschalten. Deshalb müsse die neue Halle so schnell wie möglich gebaut werden.
"Wenn die Halle unsicher ist, muss ich sie sofort dichtmachen", stellte Baiker verärgert fest. Diese Diskussion sei völlig unseriös. Es sei ja grotesk anzunehmen, dass die Stadt Senden Kinder in eine Halle lasse, die angeblich nicht sicher sei. Die Halle werde jeden Monat von einem Sendener Büro per Laser vermessen und es ergebe sich keinerlei Verschlechterung des Bauzustands. Aber Ehrenberg blieb dabei: Die Halle sei in seinen Augen nicht sicher.
Baiker reagierte. Am Freitagmorgen wurde die Halle geschlossen. "Wenn ein solches Angstthema im Raum steht, muss ich als Bürgermeister handeln." Ein unabhängiges Büro soll den Auftrag erhalten, die Standsicherheit zu überprüfen. Bis Ostern wolle man ein geeignetes Unternehmen gefunden haben. Die Halle dürfte mehrere Wochen geschlossen bleiben. Wenn das Ergebnis der Untersuchung vorliegt, werde man darüber beraten, wie man weiter vorgehen wird.
Die Hallenschließung hat Konsequenzen. Der Schulsport ist gestrichen. Eine Ausweichmöglichkeit in eine andere Halle ist nicht vorhanden. Aber auch der Vereinssport ist betroffen. Turner, Tischtennisspieler und Fußballspieler trainieren in der Halle. Sie müssen nun Möglichkeiten in anderen Kommunen suchen. Entsprechend entsetzt reagierten gestern Vereinsvertreter und auch Stadträte.
Die Debatte über die Schulsporthalle dürfte am Dienstag bei der Verabschiedung des Haushalt erneut geführt werden.
Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar
Autor: WILLI BÖHMER | 20.03.2010
| Artikel twittern |
|
|
Die Engelhart-Sporthalle in Senden ist wieder mal geschlossen. Weil Grünen-Stadtrat Peter Ehrenberg die Sicherheit anzweifelte, machte Bürgermeister Kurt Baiker die Sportstätte vorsorglich dicht und lässt sie überprüfen. Foto: Matthias Kessler
MEISTGELESENE ARTIKEL
Türsteherpoltik in Crailsheim in der Kritik
Daheim Geburtstag zu feiern ist ganz schön, aber zum Schluss mit der ganzen Clique noch in die Diskothek zu gehen, hat auch was. Also machte das kürzlich auch die ältere Tochter des Crailsheimer Bürgermeisters Herbert Holl so.... mehr
Neu-Ulmer Bordell-Chefin wehrt sich gegen Vorwürfe
Neu-Ulm Der in einem Neu-Ulmer Bordell aufgefundene Tote wird nicht obduziert. Die Polizei ist sicher: Der 36-Jährige starb durch einen autoerotischen Unfall. Derweil hat sich die Bordellchefin zu Wort gemeldet.... mehr
Inferno in der Hechinger Altstadt
Hechingen Der größte Altstadtbrand der jüngeren Hechinger Geschichte tobte gestern Abend in der Markt- und Schlossstraße. Dramatische Rettungsszenen spielten sich ab. Neun Menschen wurden verletzt.... mehr
Hechinger Brandruinen qualmen noch
Am Tag nach dem Großbrand in der Hechinger Altstadt qualmt es immer noch aus den Brandruinen. Feuerwehrleute sind auch 20 Stunden nach Ausbruch des Feuers noch mit Löscharbeiten beschäftigt.... mehr
Haussklave erhängt sich bei Sex-Spiel in Neu-Ulmer Bordell
Neu-Ulm Ein 36-jähriger Hausbediensteter hat sich am Montag im Neu-Ulmer Bordell „Lili M.“ bei einem Sex-Experiment offenbar zu Tode stranguliert.... mehr

ZURÜCK
