Skater-Platz fällt erstmal flach
Nersingen. Nach dem Bau- hat auch der Nersinger Hauptausschuss den Haushaltsplan für 2010 ohne Einwände abgesegnet. Nächste Woche wird entschieden.
Zum "Haushalt Teil zwei" hat Kämmerin Andrea Paulick am Dienstag den Haupt- und Kulturausschuss des Nersinger Gemeinderats begrüßt. Wie der Bau- und Umweltausschuss, der dem 132 Seiten starken Zahlenwerk eine Woche zuvor zugestimmt hatte, haben auch die Mitglieder des Hauptausschusses ohne Einwände den Etat fürs laufende Jahr abgesegnet.
Dessen Einnahmen und Ausgaben sind, wie berichtet, aufgrund gesunkener Gewerbe- und Einkommenssteuern von knapp 17 auf etwas weniger als 16 Millionen Euro gesunken. Paulick gelang es nur durch eine sogenannte "negative Zuführungsrate", ihn ohne weitere Kreditaufnahme auszugleichen. "Das ist eine Ausnahmesituation, die hoffentlich einmalig bleibt", sagte sie auf Nachfrage der CSU-Gemeinderätin und -Ortsvorsitzenden Christine Seidel. "Wir hatten noch Glück, dass wir entsprechende Rücklagen hatten", um das aktuelle Haushaltsloch zu stopfen, fügte Bürgermeister Erich Winkler hinzu.
In den Ausgaben für Verwaltungskosten sei die zuletzt beschlossene dreiprozentige Lohnkostensteigerung schon eingerechnet, erklärte Paulick. Für das anstehende Nichtraucherschutz-Referendum hat sie unter dem Punkt "Wahlen" 7000 Euro eingeplant, für die Mittagsbetreuung an der Nersinger Schule wie im Vorjahr 1200 Euro, die Einrichtung eines PC-Raums dort lässt sich die Gemeinde einmalig 10 100 Euro kosten. Für drei Busse, die zur Städtepartnerschaftsfeier in Ebene Reichenau eingeplant sind, hat die Kämmerin mit 6000 Euro weniger als im Vorjahr eingeplant. Da die örtlichen Sportvereine mehr trainieren, steigen die Ausgaben unter anderem für die Nutzung auswärtiger Hallen 2010 wohl von 64 000 auf 70 000 Euro. Bei den Einnahmen und Ausgaben für die Wasserversorgung sei die jüngst beschlossene Neu-Kalkulation ebenfalls schon einberechnet. Neue Stühle und metallene Erdaushubboxen für den Straßer Friedhof schlagen voraussichtlich mit 10 000 Euro zu Buche. Mehrkosten entstehen im laufenden Jahr auch durch den Austausch der 30 Jahre alten Büromöbel im Rathaus. "Da brechen schon die Schubladen", begründete Andrea Paulick diesen 23 000-Euro-Posten.
Verzichten muss die Kommune aufgrund der schlechten Haushaltslage neben neuen Fahrzeugen für die Ortsfeuerwehren und die weiterführende Sanierung der Kanäle auch auf die geplante Neugestaltung des Skaterplatzes. Das ergab eine Nachfrage der SPD-Fraktionsvorsitzenden Sabine Krätschmer. "Das haben wir verschoben", sagte Paulick. "Wir sind am überlegen, den jetzigen Platz aufzumotzen", gab Winkler bekannt. Für neue Geräte an diversen Spielplätzen ist mit 20 000 Euro weniger als die Hälfte der Ausgaben von 2009 vorgesehen.
Die Schulden der Gemeinde sollen so bis Ende des Jahres von derzeit 8,6 auf 8 Millionen Euro sinken. "Dazu kommen noch 2 Millionen vom Schulverband Straß", merkte Krätschmer an. "Davon müssen wir auch 97 Prozent tragen."
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Autor: CLAUDIA REICHERTER | 11.03.2010
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