Senioren wollen mitreden
Senden. Der Arbeitskreis Seniorentreff im Sendener Therese-Studer-Haus will bei der Nachfolgeregelung für den Leiter Manfred Schulz mitreden.
Im Seniorentreff Therese-Studer-Haus herrscht nach der Kündigung des Leiters Manfred Schulz zum 30. April gedrückte Stimmung. Sie hoffen, dass Schulz so lange im Amt bleiben könne, bis ein Nachfolger eingearbeitet ist, sagte Inge Sons. Sie ist Mitglied des Arbeitskreises, der den Treff in Selbstverwaltung organisiert. Dieser befürchtet, bei der Nachfolgeregelung für Schulz nicht genügend Gehör zu finden. Es liege ihnen aber sehr am Herzen, einen neuen Leiter zu bekommen, der ihre Interessen vertritt, sagten Mitglieder des Arbeitskreises. Sie gehen davon aus, dass die Stelle ausgeschrieben wird.
Alle Mitglieder des Arbeitskreises haben gestern dem gekündigten Leiter Manfred Schulz noch einmal einstimmig ihr Vertrauen ausgesprochen. Sie hätten nach wie vor kein Verständnis dafür, dass Schulz, der gerade seinen 70. Geburtstag feierte, zum Ende April gekündigt wird, wo er doch Ende 2010 von sich aus aufgehört hätte, sagte Sons. Dass der Stadtrat bereits im November vergangenen Jahres beschloss, den Leiter durch einen Jüngeren zu ersetzen, hätten weder der Arbeitskreis noch Schulz gewusst. Das Vorgehen sei nicht in Ordnung gewesen, sagte Inge Sons.
Die Mitglieder des Arbeitskreises und auch Schulz sprachen sich dagegen aus, den Seniorentreff für externe Veranstaltungen zu vermieten, wie sich Bürgermeister Kurt Baiker das wünsche. Das sei kaum möglich, weil die Aufteilung der Räume dem entgegenstehe. Nichts sei abschließbar. Wollte man externe Feste organisieren, wäre ein Hausmeister nötig, der alles in die Wege leite, und Personal für die Veranstaltungen selbst: "Wir vom Seniorentreff können das nicht leisten", sagte Inge Sons.
Bislang seien auch nur vier kleinere interne Feiern abgehalten worden, von Mitgliedern, die sich seit vielen Jahren für den Seniorentreff engagierten. Während der Öffnungszeiten des Treffs werde auch niemand abgewiesen, wie behauptet werde. Aber es könne sein, dass Besucher in andere Räume geschickt würden, wenn im großen Saal im Erdgeschoss etwa der Chor probe oder die Arbeiterwohlfahrt ein Treffen abhalte.
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Autor: WILLI BÖHMER | 06.02.2010
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Der Seniorentreff in Senden braucht Anfang Mai einen neuen Leiter. Der Arbeitskreis der Senioren, der das Zentrum mit verwaltet, wünscht sich von der Stadt, bei der Auswahl des Leiters mitreden zu dürfen. Foto: Matthias Kessler
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Kommentare (1)
Seniorentreff Senden
Hier wird von Arbeitskreis gesprochen. Wie ist dessen Legitimation? Wurde der gewaehlt?Es ist davon die Rede, dass die Senioren ein Mitspracherecht haben wollen oder sollten, wenn es darum geht, einen Schulz-Nachfolger bzw. eine Nachfolgerin zu bestimmen. Mueste man dazu alle 55+ Jahre alten Buerger auffordern, sich zu aeussern? Ich schlage vor, dass sich der Altentreff nach dem Vereinsrecht konstitutioniert und einen angemessenen Jahres-Mitgliedsbeitrag erhebt, wie das z.B. in Ulm/Neu-Ulm auch der Fall ist.
Warum sollten andere Institutionen/Vereine bei Verfuegbarkeit und mit gewissen Auflagen die Einrichtungen des Studerhauses gegen ein entsprechendes Entgeld nicht nutzen koennen?
H.C. Gerhard