Sanierung der Hauptschule läuft

Senden.  Die Hauptschule ist alt geworden. Stadträte schauten sich jetzt die Brandschutz-Renovierung an. Sie hörten einen Appell, energetisch zu sanieren.

Eigentlich ist es beschlossene Sache, dass die 2,5 Millionen Euro teure energetische Sanierung der Hauptschule Senden - neu gemacht werden sollen Fenster, Fassade und Heizanlage - heuer nicht finanzierbar ist. Ungeachtet von Zuschüssen, die den kommunalen Anteil auf 570 000 Euro reduzieren. Diese neue Zahl nannte Architekt Wolfgang Berchtold jetzt bei einem Ortstermin des Bauausschusses. Um 230 000 Euro hatte er zuvor auf Bitte der Stadt den Betrag heruntergerechnet: weniger neue Möbel, keine Solaranlage. Er wies darauf hin, dass die Sanierung der Betonfassade bald erfolgen sollte, "sonst wird es noch teurer", - und zeigte den Räten die Stellen, wo nach Abplatzern die Bewehrung herausschaut. Auch die Außenrollläden seien seiner Meinung nach nicht mehr reparabel.

Architekt Martin Maslowski, für die Erneuerung des Brandschutzes zuständig, zeigte den Räten alte und bereits neu gemachte Bereiche. So wurde klar, wie sinnvoll dieser Schritt gewesen ist: Mit Holzlatten verkleidete Decken hätten ein Feuer nicht aufgehalten, viele ungesicherte Kabel hätten es angefüttert. Obendrein hätten die noch im Gebäude vorhandenen Schalungen aus verpresstem Holz im Brandfall eine Menge Rauch produziert.

Das Problem wird gelöst, indem die Decken mit Gipskartonplatten verkleidet werden, die das brennbare Material einkapseln. Um den ersten Fluchtweg im Gebäude zu sichern, wurden Brandschutztüren eingebaut. Erneuert wird auch die Meldeanlage, damit die Feuerwehr schnell da ist - das tut nach wie vor Not, da die Zwischenwände aus Holz nicht ausgetauscht werden. Ein schulinternes Lautsprecher-System wird zusätzlich eingebaut.

Um den zweiten Fluchtweg zu gewährleisten, müssen obendrein 27 Türen in die Fensterflächen eingebaut werden, in den oberen Stockwerken ergänzt um Fluchtbalkone. "Und hier kommen Energetik und Brandschutz zusammen", sagte Bürgermeister Kurt Baiker: Denn, wie gesagt, der Einbau besser wärmedämmender Fenster ist eh geplant.

Die Renovierung des Brandschutzes läuft so, dass der Unterricht möglichst nicht gestört wird, sagte Maslowski. Derzeit würden die Kabel für EDV, Lautsprecher und Meldeanlage verlegt. In den Pfingstferien werden die Decken erneuert.


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Autor: NIKO DIRNER | 11.03.2010

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