Neu-Ulmer Donauklinik stockt auf

Neu-Ulm.  Die Neu-Ulmer Donauklinik hat für 300 000 Euro einen neuen Computertomographen gekauft. Das Gerät arbeitet schneller und genauer als sein Vorgänger und erlaubt dadurch eine bessere Diagnostik.

Die Neu-Ulmer Donauklinik hat ihre Diagnostikabteilung aufgestockt. Mit dem Kauf eines neuen 300 000 Euro teuren Computertomographen (CT) werde die Diagnostik zum Wohle der Patienten verbessert, teilte das Krankenhaus mit. "Patienten können jetzt noch genauer untersucht werden", sagte Ernst Peter Keller, Direktor der Donauklinik, gestern bei der Vorstellung des Gerätes.

Wesentliche Vorteile des Computertomographen im Vergleich zum elf Jahre alten Vorgängermodell seien zum einen die genauere Darstellung und zum anderen die höhere Geschwindigkeit. "Wir können jetzt beispielsweise Gefäßverengungen im Bereich der Beine oder der Halsschlagadern diagnostizieren", sagte Gerhard Brenner, Leiter der Abteilung Radiologie. Das sei vorher nicht möglich gewesen. Diese Verbesserung erleichtere insbesondere die Untersuchung von Schlaganfallpatienten, sagte Brenner weiter. Auch die Tumortherapie profitiert von der Anschaffung. Krebserkrankungen im Dickdarm können nun wahlweise mit dem Endoskop oder mit dem CT durchgeführt werden - mittels einer virtuellen Darmspiegelung ohne Endoskop. Die Methode sei allerdings noch nicht ausgereift räumt Martin Jeltsch, Oberarzt der Radiologie ein. Erprobt ist hingegen die Untersuchung des Bauchspeicheldrüsenkrebses.

Dank der höheren Geschwindigkeit des CT müssen die Patienten bei Lungenuntersuchungen nicht mehr so lange die Luft anhalten. Bislang waren es 40 Sekunden, jetzt sind es nur noch zehn. "Nur ein Taucher konnte die Luft 40 Sekunden anhalten", sagte Konrad Hunger, Stiftungsdirektor der Kreisspitalstiftung Weißenhorn, zu der auch die Donauklinik Neu-Ulm gehört. Infolge der Bewegung der Lungen beim Atmen seien die Bilder deshalb oft unscharf gewesen. "Hier sind wir jetzt einen wesentlichen Schritt weiter", pflichtet ihm Jeltsch bei.

Zufrieden mit dem neuen Gerät zeigt sich auch die medizinisch-technische Radiologieassistentin Gabriele Haag: "Der neue Computertomograph erleichtert den Arbeitsalltag gerade bei unruhigen Patienten enorm."


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Autor: MANUEL BOGNER | 20.03.2010

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