Neu in NU: Geburtsjahr am Auto

Region.  Initialen und Geburtsjahr auf dem Kennzeichen - so teilen sich nicht wenige Autofahrer den anderen Verkehrsteilnehmern mit. Das ist - auf vielfachen Wunsch - jetzt auch im Kreis Neu-Ulm möglich.

Angenommen, Max Mustermann ist 1980 geboren und hätte an seinem neuen Golf gern ein Kennzeichen mit der Buchstaben-Zahlenkombination -MM 1980: Dann hängt die Erfüllung des Wunsches von seinem Wohnort ab.

Die Zulassungsstelle im Landratsamt des Kreises Neu-Ulm hat in den vergangenen Jahren zahlreiche solcher Anfragen erhalten. "Jetzt können wir dem Wunsch der Bürger gerecht werden", sagt deren Leiter Roland Flitsch. War früher bei 999 Schluss, darf es seit Jahresbeginn bis 9999 gehen. Also: Wenn Max Mustermann irgendwo in Elchingen oder in Kellmünz oder irgendwo dazwischen wohnt, kann er sich auf NU-MM 1980 freuen. Es sei denn, sein Altersgenosse Martin Maier aus Illertissen ist ihm mit der Reservierung des Wunschkennzeichens zuvorgekommen.

In den Zulassungsstellen des Alb-Donau-Kreises werden schon seit einigen Jahren Kennzeichen mit vierstelligen Zahlenkominationenn ausgegeben. Trotzdem würde Max Mustermann, sollte er in Asselfingen oder in Oberstadion ansässig werden, eine Enttäuschung erleben: Kraftfahrzeugbesitzer aus dem Alb-Donau-Kreis, die vier Ziffern wollen, können nur aus den Buchstabenkombinationen NA bis ZZ wählen, sagt Dieter Hecht, im Landratsamt Leiter des Fachdienstes Kfz-Zulassung. In Verbindung mit vierstelligen Zahlen sind alle anderen Kombinationen von AA bis MZ für die Ulmer reserviert. Max Mustermann müsste also in die Stadt ziehen oder sich mit UL-MM 980 zufrieden geben. UL-MM 80 geht auch nicht, denn zwei Buchstaben und zwei Ziffern sind ebenfalls Ulmer Autofahrern vorbehalten. Das gilt zudem für: ein Buchstabe und drei Ziffern, ein Buchstabe und vier Ziffern. Anders herum ist festzustellen: Zwei Buchstaben und drei Ziffern bekommen nur Autofahrer aus dem Alb-Donau-Kreis.

So weit die unübersichtiche Regel. Hier noch eine Ausnahme: An Ulmer werden zur Zeit keine Kennzeichen mit den Buchstaben B, F, G, I, O und Q ausgegeben. Für Alb-Donau-Bewohner gilt diese Einschränkung nicht. Noch bunter könnte die Kennzeichenlandschaft werden, wenn der Bundesrat einer Verordnung zustimmt, alte Stadt- und Landkreiskürzel, die mit Gebietsreformen verschwunden sind, wieder zuzulassen. Sollte die Ländervertretung ihr Einverständnis erteilen, wären die kommunalen Gremien am Zug: Der Neu-Ulmer Kreistag müsste "ILL" für die Orte im früheren Landkreis Illertissen beschließen der Alb-Donau-Kreistag "EHI" für den Altkreis Ehingen.


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Autor: THOMAS STEIBADLER | 04.02.2012

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