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Extreme Gegensätze bei Dezember-Wetter: Herbst, Winter, Frühjahr

Wetterachterbahn im Dezember: Zwischen der höchsten und tiefsten Temperatur lagen mehr als 30 Grad. Schnee und Kälte und Vorfrühling.

Autor: SWP |
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Bis zur Monatsmitte im Dezember bestimmte polare Kaltluft das Wettergeschehen in der Region. Wiederholt auftretende Schneefälle sorgten für teils erhebliche Verkehrsbehinderungen, aber auch für beste Wintersportverhältnisse. Auf der Alb und im Allgäu wurden bei einer Schneehöhe von 40 bis 80 Zentimetern die Skilifte in Betrieb genommen und die Langlaufloipen gespurt. Selbst in tieferen Lagen hieß es zeitweilig "Ski und Rodel gut".

In sternenklaren Nächten herrschten gefrierschranktaugliche Temperaturen. So vermeldeten Meßkirch-Buffenhofen minus 22,8 Grad Celsius und Betzenweiler minus 22,9 Grad Celsius; für einen Dezember ganz beachtliche Werte. Doch dann kam, was kommen musste: das sprichwörtliche Weihnachtstauwetter. Die einfließende feucht-milde Atlantikluft ließ die weiße Pracht im Zeitraffer dahinschmelzen und die Flüsse über die Ufer treten. Dank des Föhns, der die Regengebiete abschwächte, hielt sich das Hochwasser in Grenzen.

An den Feiertagen trieb laue Kanarenluft die Temperaturen auf bislang ungeahnte Höhen. Mit 14,7 Grad Celsius wurde an der Wetterzentrale in Bad Schussenried der höchste Wert an Weihnachten seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahre 1968 registriert. Noch wärmer war es in Bad Saulgau mit 15,3°C, in Biberach mit 15,2°C, in Kirchberg an der Iller mit 15,1°C sowie in Neukirch und Schemmerhofen mit jeweils 14,9°C.

Aufgrund der anhaltend milden Witterung in der zweiten Monatshälfte war dieser Dezember unterm Strich sogar noch ein halbes Grad zu warm und trotz des sehr wechselhaften Wetters im Allgemeinen sonnenscheinreicher als im Durchschnitt der letzten dreißig Jahre. Er brachte allerdings auch überall mehr Schnee und Regen als die Statistik für einen Dezember aufweist, wobei wie die Allgäustationen Kreuzthal-Steinberg, Vogt, Wangen und Isny mit 154 bis 207 Liter die Rangfolge anführen. Ganz vorne liegt aber auch Horgenzell-Ringgenweiler. Hier verbuchte Matthäus Fäßler 146,7 Liter Niederschlag auf den Quadratmeter.

Dass die häufig vor Weihnachten einsetzende milde Wetterphase so lange anhält, ist ungewöhnlich. Man sollte den Winter jedoch nicht zu früh abschreiben. Es sei nur an das Vorjahr erinnert. Auch da blühten Anfang Januar bereits die ersten Frühlingsboten, doch dann gelangte aus der Tiefkühltruhe Russlands sibirische Kaltluft nach Mitteleuropa und die Temperaturen fielen auf die tiefsten Werte seit 1986.

Info Informationen rund ums Wetter unter www.wetterwarte-sued.com

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