Ein Provisorium für die Wehr in Aufheim

Aufheim. 

Nächstes Kapitel im Aufheimer Feuerwehrstreit: Nach dem Rücktritt des Kommandanten Thomas Schlegel aus Protest über aus seiner Sicht unzureichende Verhältnisse hat die Stadtverwaltung für den 13. April einen Vor-Ort-Termin des Bauausschusses festgelegt. Die Verwaltung will über Zwischenschritte diskutieren, die es erlauben, den Bau eines neuen Feuerwehrhauses bis nach 2012 zu verschieben. Derzeit könne die Stadt wegen anderer Großprojekte die finanzielle Last nicht schultern, sagte Bürgermeister Kurt Baiker.

Inzwischen liege auch ein möglicher Maßnahmenkatalog vor, der dazu führen soll, dass das alte Feuerwehrhaus bis zum Bau eines neuen doch noch genutzt werden kann. Die Stadt schlägt vor, eines der beiden Feuerwehrfahrzeuge, die in dem Gebäude untergestellt sind, im Freien zu parken. Der freiwerdende Raum in der Garage soll vom zweiten Garagenplatz durch eine feuerunempfindliche Gipskartonwand abgetrennt werden. Eine Absauganlage soll die Abgase ins Freie befördern. Dann könnten die Feuerwehrleute ihre Kleidungsstücke wieder in dem Gebäude unterbringen und sich dort auch umziehen.

Weil das Tor nicht verbreitert werden kann, müssten die Feuerwehrleute vor dem Gebäude in das Auto einsteigen. Aus Sicherheitsgründen ist das nur möglich, wenn es dort einen Aufstellraum für das Fahrzeug gibt. Der ist momentan nicht vorhanden, soll aber geschaffen werden, sagte der Bürgermeister. Die Verwaltung schlägt vor, den Straßenraum zu verschmälern und so eine acht Meter lange und ausreichend breite Fläche zu schaffen, um das gefahrlose Einsteigen zu garantieren.

Dieser Vorschlag soll den Aufheimer Feuerwehrleuten in den nächsten Tagen vorgestellt und ihre Meinung dazu eingeholt werden, sagte Baiker. Bei der Begehung am 13. April sollen sich die Verwaltungsfachleute für Brandschutz und Straßenbau vor Ort ein Bild machen, wie diese Vorschläge umgesetzt werden könnten. Beim kürzlich stattgefundenen Runden Tisch der Sendener Wehren habe man diese noch nicht vorliegen gehabt. bö


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19.03.2010

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