CSU stellt ihre Schwerpunktthemen vor
Oberelchingen. Die Elchinger CSU ist zufrieden mit den Wahlergebnissen im Superwahljahr. In der Jahresversammlung stellten die Mandatsträger ihre Arbeit sowie die Schwerpunktthemen im Gemeinderat und im Kreistag vor.
Prominenten Besuch haben 26 Mitglieder des CSU-Ortsverbands Elchingen in ihrer Jahreshauptversammlung am Mittwoch in Oberelchingen begrüßt. Neben dem Kreisvorsitzenden Thorsten Freudenberger schaute auch die bayerische Justizministerin Beate Merk im Gasthof Krone vorbei. Der Vorsitzende des Ortsverbands, Rudolf Niedermeier, ist zufrieden mit den Wahlergebnissen der CSU in Elchingen: Die Gemeinde habe für die Christsozialen Bestwerte erzielt.
Der stellvertretende Bürgermeister Konrad Dehm berichtete den Parteifreunden aus dem Gemeinderat. Man habe sich an die neue Situation nach Anton Langs Tod gewöhnt. "Inzwischen pflegen wir eine faire und offene Zusammenarbeit mit dem neuen Bürgermeister." Einstellen müsse sich die Gemeinde auf große Einschnitte in der Gewerbesteuer. Doch auf Initiative der CSU würden Projekte wie die Ortskernsanierung Oberelchingen, die Erschließung des Baugebiets Weißer Berg und die Sanierung der Ortsstraßen weiter vorangetrieben.
Diskussionen rief der Plan, neben dem Seniorenzentrum "Haus Tobit" weitere Betreuungsmöglichkeiten zu schaffen, hervor. Die Mitglieder riefen den Gemeinderat auf, diesbezüglich keine überstürzten Entscheidungen zu treffen, sondern erst den Bedarf an weiteren Plätzen zu sondieren. Für Empörung sorgte die geplante Schließung des Real-Markts im Gewerbegebiet (siehe obenstehenden Artikel).
Gemeinderat Bernd Schwerdtfeger informierte über das Projekt "Schule 2015": In allen Schulen seien die Schülerzahlen rückläufig. "In drei von vier Schulen sind zahlreiche Baumaßnahmen fällig." Umfassende Mittagsbetreuungsangebote und Mensen fehlten.
Besondere Sorgen bereitet der Gemeinde die Hauptschule. Ein Arbeitskreis unter der Leitung von Bürgermeister Joachim Eisenkolb (parteilos) beschäftigt sich momentan mit Lösungen für die sanierungsbedürftige Schule. "Wir müssen die Schule erhalten und nutzen, sonst ist eine Sanierung nicht gerechtfertigt", forderte Schwerdtfeger.
Beate Merk machte den CSU-Mitgliedern ihren Standpunkt zu den Missbrauchsfällen in kirchlichen Einrichtungen klar. Die Fälle seien kein Problem der Kirche, sondern eines der Gesellschaft. Sie trete für längere Verjährungsfristen ein. "Wir müssen sexuellen Missbrauch als das qualifizieren, was er ist: ein Verbrechen an einer Kinderseele", betonte die Ministerin.
Den Elchinger Parteifreunden lag aber noch ein anderes Thema auf der Seele: Vehement forderten sie, dass die CSU auf Bundesebene auf ihrem Standpunkt zum Thema Kopfpauschale beharre.
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Autor: NINA MERKLE | 19.03.2010
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Beate Merk erklärt den Standpunkt der CSU zu Missbrauchsfällen in kirchlichen Schulen. Foto: Nina Merkle
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