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Bronze-Narren treiben ihre Späße

Vorschlag Nummer eins überzeugte: Eine Jury kürte den Entwurf "Lustige Fastnachtszünfte" für einen Narrenbrunnen zum Wettbewerbssieger.

BARBARA HINZPETER | 0 Meinungen

Wieder einen Schritt vorangekommen ist der Förderverein, der sich für einen Narrenbrunnen auf dem "Roten Platz" beim Martinstor in Oberelchingen einsetzt. Eine Jury hat drei Entwürfe aus elf Vorschlägen ausgewählt. Am besten gefielen die beiden Vorschläge, die aus den Reihen des Fördervereins selbst eingereicht worden waren, Vorschlag Nummer eins machte schließlich das Rennen. Sie unterscheiden sich nur in der Anordnung der Figuren. Beide sehen ein ovales, mit Granitplatten verkleidetes Becken vor. Es soll 2,50 Meter lang sein und an der breitesten Stelle etwa 1,75 Meter messen. Die sechs etwa 70 Zentimeter hohen Figuren aus Bronze werden als Späße treibende Gruppe am Beckenrand platziert. Die Burgl-Figur steht etwas erhöht, aus ihrem Krug soll das Wasser fließen.

Interessierte Elchinger konnten am Sonntag im Martinstor die Entwürfe besichtigen, bevor am Abend die Jury zusammentrat. Dazu gehörten neben Sepp Winklhofer und Peter Dehm aus dem Vorstand des Fördervereins mit derzeit sieben Mitgliedern sowie den Vertretern der Oberelchinger Zünfte und Karnevalisten auch der frühere Landrat Franz Josef Schick, Pater Ulrich Keller und Katrin Albsteiger, Landesvorsitzende der Jungen Union. Bayerns Justizministerin Beate Merk und Pfarrer Ralf Gührer hatten per Briefwahl abgestimmt.

Vorsitzender Winklhofer erinnerte daran, dass der Wunsch schon lange besteht, in Oberelchingen einen Narrenbrunnen zu bauen. Der Platz am Martinstor sei ideal: Dort habe es schon immer Wasser gegeben. In Oberelchingen erzählt man sich noch viele Anekdoten über "die Wedde", den Teich am "Därle". Inzwischen steht dort ein Brunnen, dessen Form einer Viehtränke nachempfunden ist.

Der erste Anlauf, daraus einen Narrenbrunnen zu machen, sei 1998 unternommen worden, berichtete Winklhofer. Das Projekt scheiterte am Geldmangel der Gemeinde. Vor vier Jahren sei ein erneuter Versuch gestartet worden, der im Sand verlief. So entstand die Idee, einen Förderverein zu gründen und mehr Elchinger in die Diskussion einzubeziehen. Das gelang mit dem Ideenwettbewerb. Da die Tränke am "Roten Platz" wegen Frostschäden "so oder so" demnächst entfernt, repariert oder ersetzt werden müsste, sieht der Verein jetzt einen günstigen Zeitpunkt für die Verwirklichung seines Vorhabens. Finanziert werden soll es nicht zuletzt über Spenden und Patenschaften. Als nächstes werden die Sieger-Entwürfe dem Gemeinderat und den Karnevalsgesellschaften vorgestellt, so Winklhofer. Dann werden auch die weiteren Fördermöglichkeiten ausgelotet.

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