Schnelles Netz ab Sommer
Biberachzell. Feuchtigkeit im Feuerwehrhaus, ein Biberdamm und schlechte Beleuchtung waren Themen bei der Bürgerversammlung in Biberachzell. Von Sommer an soll schnelles Internet zur Verfügung stehen.
Mit mehr als 70 Interessierten war der Saal im Gasthaus Kreuz bei der Bürgerversammlung in Biberachzell bis zum letzten Platz gefüllt. Thema war unter anderem der Anschluss ans schnelle Internet. Andreas Vetter, Vertreter der Münchner Telekommunikationsfirma M-Net, teilte mit, dass die Orte Ober- und Unterreichenbach, Biberachzell und Asch zwischen Juni und August via Glasfaserleitung ans schnelle Internet angeschlossen werden sollen. Übertragungsgeschwindigkeiten zwischen 25 und 50 Megabit pro Sekunde seien möglich. Die Glasfaserkabel sollen von Wallenhausen und Oberhausen her verlegt werden. Die Bürger dieser Weißenhorner Stadtteile kommen dann ebenfalls in den Genuss der neuen Verbindung.
Ein Problem sei aber der reibungslose Umstieg von bestehenden Anbietern. Umstiegswillige sollten ihre Verträge nicht selber kündigen. Um Verbindungsausfälle zu vermeiden, müsse dies über M-Net geschehen. Häufig bestehe auch die Möglichkeit, zwei Verträge eine Zeit lang parallel laufen zu lassen. Die Angebote bei M-Net bewegen sich mit rund 35 Euro für eine Telefon- und Internetflatrate im Bereich der Telekom-Tarife, hieß es. Die Internetgeschwindigkeit sei jedoch dank der geplanten Glasfaserleitung ab Sommer deutlich höher. Probleme gebe es teilweise beim Anschluss von Faxgeräten. Die Firma arbeite daran, dies in den Griff zu kriegen. M-Net werde auf einer Info-Veranstaltung im Mai weitere Details erläutern. Der genaue Termin wird noch bekanntgegeben.
Thema in Biberachzell war auch das marode Feuerwehrgerätehaus. Offenbar gibt es ein Feuchtigkeitsproblem. Nasse Einsatzkleidungsstücke würden nicht mehr richtig trocken. "Das sollte man dieses Jahr noch hinbekommen", versprach Bürgermeister Wolfgang Fendt. Außerdem sei der Weg ab der Von-Thürheim-Straße zur Biber, über den die Feuerwehrleute Wasser holen, in einem schlechten Zustand. Der Weg soll neu gekiest werden, sagte Fendt.
Die Anregung eines Bewohners, den Platz vor dem Gasthaus in Biberachzell mit Asphalt "voll zu versiegeln", fand in der Versammlung keinen großen Anklang. Fendt betonte, die Schottersteine seien aus gestalterischen Gründen aufgebracht worden. Es sei "ein hübscher Platz", meinte Fendt. Kommentare der Bürger in der Versammlung gingen ebenfalls in diese Richtung. Der Platz sei schön, an das "Gehoppel" habe man sich gewöhnt.
Nicht zufrieden waren die Anwesenden mit der mangelhaften Beleuchtung um das Gasthaus herum. Schlimm werde es, wenn eine Lampe zeitweise ausfalle. Dann sei es sofort "zappenduster". Beim Weg "Am Graben" und auf der Höhe der Schützenstraße seien weitere Lampen nötig. Fendt bestätigte den Eindruck der Bürger. Die Straßenbeleuchtung entspreche nicht der Norm. Messungen von Verwaltungsmitarbeitern hätten ergeben, dass die Lampen zu weit auseinander hängen. Würde jedoch eine neue Beleuchtung angebracht, wäre dies für die Anwohner kostenpflichtig. Das Rathaus wolle sich deshalb zunächst darum kümmern, an einzelnen Stellen Abhilfe zu schaffen.
Ärger bereitet den Biberachzellern neuerdings der Biber. Am Ufer der Biber im Norden des Ortsteils hat sich offenbar ein Tier eingenistet. Das Tier habe einen Damm errichtet, berichtete ein Anwohner. Das Wasser könne im Bachbett, das seit 17 Jahren nicht mehr ausgebaggert wurde, nicht mehr ordentlich fließen. Fendt versprach, den Fall an die zuständigen Stellen weiterzuleiten. Lob für die Verwaltung gab es für die Renovierung der alten Schule in Biberachzell.
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Autor: PATRICK FAUSS | 09.02.2012
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Auch die Bürger in Unterreichenbach sollen bald vom Anschluss an das schnelle Internet profitieren. Vom kommenden Sommer an sollen die Verbindungen zur Verfügung stehen, wie jetzt bekannt wurde. Foto: Michael Janjanin
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