Bahn will Übergang in Werkstraße schließen

Altenstadt.  Altenstadt wehrt sich gegen Pläne der Bahn, einen Bahnübergang dicht zu machen. Ob die Marktgemeinde

mit ihrem Protest Erfolg hat, ist fraglich.

Geht es nach dem Eisenbahn-Bundesamt, gehört der Bahnübergang an der Werkstraße in Altenstadt bald der Vergangenheit an. Der Marktgemeinderat will dagegen klagen. Unterstützung erhoffen sie sich vom kürzlich vereidigten Bürgermeister Wolfgang Höß und von einem Fachanwalt für Verwaltungsrecht. Der hat im schon vergangenen Dezember Rechtsmittel gegen die geplante Schließung eingelegt. Die Frist für weitere Beanstandungen gegen die Bahn-Pläne läuft am 1. April ab.

Viel Erfolg räumt der neu gewählte Altenstadter Bürgermeister dem Aufbegehren seiner Gemeinde gegen die "eisenbahnrechtliche Planfeststellung", wie der letzte Verfahrensschritt zur Schließung des Bahnübergangs offiziell genannt wird, nicht ein. "Aber wir müssen uns auf jeden Fall dagegen wehren. Den Plan der Bundesbahn kampflos hinzunehmen, kommt für uns nicht in Frage."

Derweil basteln Höß und die Gemeinderäte an einem Plan B. Sollte der Bahnübergang trotz Protesten geschlossen werden, soll ersatzweise eine Über- oder gegebenenfalls Unterführung für Fußgänger gebaut werden. Im Zuge des Planfeststellungsverfahrens hat die Bahn AG zugesagt, den Altenstadter Weg vom Schneidergangweg bis zur Werkstraße mit einem drei Meter breiten bituminösen Belag und je 50 Zentimeter breiten Banketten auszubauen, so dass der Verkehr ohne Behinderungen zum Elektrizitätsweg fließen könne. Ein Vorschlag, der bei den Marktgemeinderäten keine durchgängige Zustimmung auslöste. Die Verbreiterung des Wegs auf drei Meter reiche für Lastkraftwagen nicht aus, kritisieren die Räte.

Ernüchternd verlief dagegen ein Telefongespräch, das ein Mitarbeiter des Rathauses vergangene Woche mit einem Vertreter der Bahn geführt hatte. "Die sind nicht sonderlich interessiert, mit uns über Alternativen zu diskutieren", sagte Höß. Wann der Bahnübergang geschlossen werden soll, steht indes noch nicht fest. past


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Autor: PETRA AST | 22.03.2010

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