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Ausschluss der Jugend von der Party kritisiert

Der Fastnachtsbrauch des Gumpigen Donnerstags bereitet den Weißenhornern weiter Verdruss: Kritisiert wird der Ausschluss der Jugendlichen.

Autor: MICHAEL JANJANIN |
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Die Rede war kurz, heftig und erhebt den Anspruch, Stimme vieler Menschen in der Stadt zu sein. Der Weißenhorner Stadtrat Michael Schrodi (CSU) hat in der jüngsten Stadtratssitzung den Ausschluss der Jugendlichen vom Fastnachtstreiben am Gumpigen Donnerstag in der Weißenhorner Altstadt scharf kritisiert. Adressat des Tadels war die Stadtverwaltung, die das Konzept des neuen Veranstalters nicht mehr zur Diskussion vorgelegt hatte. "Dieses geht weit über das Maß hinaus, das wir im Gremium beschlossen haben", sagte Schrodi. "Die Einzelheiten mussten wir als Stadträte erst aus der Zeitung erfahren."

Die Weißenhorner Stadtverwaltung, Polizei und Stadtrat hatten im November ein neues Regelwerk zum Jugendschutz vorgelegt, das der Stadtrat schließlich bewilligte. Dieses Konzept hätte Jugendlichen zwischen 16 und 18 Jahren den Zutritt erlaubt - bis Mitternacht und nur in Begleitung eines Erziehungsberechtigten. Die Stadt beauftragte die Neu-Ulmer Security-Firma Top Secret mit der Organisation des Gumpigen Donnerstags und gab damit auch die Verantwortung an die Firma weiter. Diese hat schärfere Regeln eingeführt: Narren unter 18 Jahren dürfen bei der Party am 7. Februar nicht ins abgesperrte Party-Areal in der Altstadt. Die Veranstaltung hatte immer wieder für Schlagzeilen gesorgt - wegen des hohen Alkoholkonsums auch unter jugendlichen Partygästen, wegen Schlägereien und vieler Polizeieinsätze.

"Ich halte dieses Konzept für falsch", sagte Schrodi. Letztendlich verdränge man die Jugendlichen in die Straßen außerhalb der Altstadt und löse nichts. Die meisten Jugendlichen hätten sich im Griff "und feiern den Gumpigen so wie wir früher auch". Mit denjenigen, "die sich auch das ganze Jahr über besaufen", werde nun wieder die Polizei zu tun haben. Bürgermeister Wolfgang Fendt verteidigte das Vorgehen: Es gehe darum, "wer für die Veranstaltung die Verantwortung übernimmt". Es sei schade, dass man inzwischen für fast alle Veranstaltungen Security-Unternehmen brauche. Nun habe man ein Vorgehen für das Jahr 2013, mit dem der Gumpige Donnerstag außerhalb der Verantwortung der Stadt stattfinden kann. Für nächstes Jahr müsse eben neu diskutiert werden.

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