Easy-Rider-Leben für einen närrischen Tag

Au.  1600 Umzugsteilnehmer und 3000 Besucher konnten in Au den "Großen Faschingsumzug" durchs Dorf feiern. Nach dem Umzug folgte die Party.

Angefangen hatte alles 1980 mit einem kleinen Rosenmontagsball in der Josef-Weikmann-Halle. Mittlerweile ist der "Große Faschingsumzug" des Carneval Clubs Au fester Bestandteil im Terminkalender vieler Carnevalsclubs und Häsgruppen aus der Region. Gestern waren 1600 Umzugsteilnehmer zum bunten Fastnachtswurm angetreten. 82 Gruppen feierten bei strahlendem Sonnenschein zusammen mit 3000 Zuschauern ein ausgelassenes Straßenfest.

Zahlreiche geschmückte Faschingswagen spielten wummernde Partymusik, insgesamt zwölf Musikkapellen unterhielten mit schrägen Fastnachtsstücken. Häsgruppen mit ihren traditionell-gruseligen Holzmasken unterhielten das Publikum. Kinder des örtlichen Kindergartens hatten sich für ihre Tierparade als Hasen, Kängurus und Schäfchen herausgeputzt. Aus Dietenheim waren gleich zwölf Gruppen mit von der Partie, unter anderem das Prinzenpaar Julia II. und Sebastian I.

Die Faschingsfreunde aus Biberberg hatten auf ihrem Partywagen den Kühlturm eines Atomkraftwerks nachgebaut. Sie zogen in Knallrot und Tiefschwarz als Partyteufel durch das Dorf. "Atomkraft bringt uns in die Hölle, der Teufel ist schon zur Stelle", ließe ein Schild am Kühlturm wissen. Den dunklen Lord selbst hatten die Faschingsfreunde neben dem Kühlturm auf ein Motorrad gesetzt. Er sei unterwegs auf dem "Highway to Hell", erläuterte einer der Teufel. Motorräder hatten es auch den Wagenbauern der Hütte Anhofen angetan. Sie hatten unter dem Motto "Ghost Rider" einen chromblitzenden Chopper auf ihr Schaumobil gehievt. Als wüste Rocker verkleidet, feierten die Fastnachtsfreunde das wilde Easy-Rider-Leben.

"Ein gelungenes Fest", stellte Peter Bauder, erster Vorsitzender des Carneval Clubs Au, nach dem Umzug fest. Wegen der vorhergesagten Minustemperaturen hätten zwei Gruppen abgesagt. Auch seien einige Gruppen mit etwas weniger Personal als sonst unterwegs gewesen. Insgesamt habe aber alles bestens geklappt.

Im Anschluss an den Faschingswurm ging die eigentliche Fete im Dorf los. Zahlreiche Bars und Buden luden zum Feiern ein. In der Weikmann-Halle war bis spät in die Nacht Party angesagt.


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Autor: PATRICK FAUSS | 06.02.2012

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