Anpacken für Illertissen

Standing Ovations für Alexander Schilling: Der 34-jährige Marineoffizier ist jetzt offiziell als SPD-Kandidat für das Bürgermeisteramt in Illertissen im Rennen. Er will anpacken für "die besondere Stadt".

INGE SÄLZLE-RANZ |

Zwei Westfalen wollen das Illertal aufmischen. Alexander Schilling, in Detmold aufgewachsen, ist am Montag von 23 Mitgliedern des SPD-Ortsvereins Illertissen zum Bürgermeisterkandidaten für die Wahl im März gekürt worden. Einstimmig und mit viel Beifall. Raphael Bögge, der CSU-Kandidat in Senden, stammt aus Rheine.

Beide zeigen zunächst ähnliche Wahlkampfstrategien: Bögge hat den Marsch von Haustür zu Haustür schon hinter sich, um sich vorzustellen. Schilling hat ihn für den Winter angekündigt. Bögge ruft die Bürger zurzeit in "Zukunftswerkstätten", um zu erfahren, wo der Schuh drückt. Schilling will "Bürgerwerkstätten" anbieten, um zu sehen, wie die Illertisser ihre Stadt in den nächsten 20 Jahren gern hätten.

"Illertissen ist was Besonderes", das hat Alexander Schilling, Diplompädagoge, Neu-Ulmer SPD-Ortsvereinsvorsitzender und Marineoffizier, bei ersten Spaziergängen durch die Stadt und den ersten Kontakten mit den Menschen bereits erfahren. Er will dieses Besondere weiterentwickeln, sollte er ins Rathaus gewählt werden. Erste Eckpunkte: Zusammen mit dem Stadtrat will er eine aktive ökologische und familienfreundliche Stadtentwicklung betreiben, die Stadtteile dabei gleichwertig entwickeln. Die Standortförderung für die Wirtschaft soll ganz vorne stehen, das hervorragende Kulturangebot erhalten, ein Energiekonzept entwickelt werden. Tourismusförderung, der demographische Wandel und seine Auswirkungen auf Kindertagesstätten, Grundstücksentwicklung in städtischer Hand und die Frage, "wie stellen sich die Bürger Illertissen in 20 Jahren vor?", nannte Schilling als weitere wichtige Programmpunkte.

Kasim Kocakaplan, Vorsitzender der Illertisser SPD, ist überzeugt: "Die Chancen, dass Alexander Schilling Bürgermeister in Illertissen wird, stehen sehr gut." Die SPD werde in zwei Wochen eine Stadtratskandidatenliste präsentieren, "die sich zeigen lässt". Der Bundestagsabgeordnete Karl-Heinz Brunner lobte Schilling, der sein Wahlkampfmanager war, als "vertrauensvoll, geradlinig und ehrlich", der aber auch mal Unangenehmes sagen könne, wenn es notwendig sei.

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