360 Jugendliche nehmen an Roboter-Wettkampf in Vöhringen teil

Rund 360 Schüler haben am Wochenende beim Robocup Junior in Vöhringen ihr technisches Können unter Beweis gestellt. Zuschauer konnten tanzende, kickende und rettende Roboter erleben.

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„Programmieren ist cool, das möchte ich später auch einmal beruflich machen“, sagt ein Schüler des Bernhard-Strigel-Gymnasiums aus Memmingen begeistert. Rund 330 Jungen und 30 Mädchen aus Bayern und Baden-Württemberg trafen sich im Kulturzentrum Wolfgang-Eychmüller-Haus in Vöhringen zum Robocup Junior. Neben den 15 Organisatoren des Wettbewerbs arbeiteten auch rund 50 freiwillige Helfer des Vereins Robotics Competence Center Illertal (Rocci) mit, betonte Mitorganisator Johannes Klotz. Die Jugendlichen traten in unterschiedlichen Wettkampfdisziplinen an; die Besten qualifizierten sich für die Deutschen Meisterschaften in Magdeburg Anfang April.

An der Kategorie „Tanz“ nahmen vier Gruppen teil. Sie hatten sich eigene Themen und Choreografien für ihre Auftritte ausgedacht. Bei einem Team feierten die Roboter in Las Vegas. Ein weiteres zeigte mit einem aufwendigen Bühnenbild eine Vorstellung zum Thema „Afrika“. Andere Roboter wurden als die aus dem Kino bekannten gelben „Minions“ auf die Bühne geschickt. Das vierte Team hatte die Idee, den Film „Nachts im Museum“ nachzustellen. Gerade an dieser Kategorie sind auch immer viele Mädchen beteiligt: Ihnen gefalle die Kreativität in diesem Bereich besonders gut, erklärten Sechstklässler des Neu-Ulmer Lessing-Gymnasiums.

42 Gruppen gaben in der Disziplin „Fußball“ ihr Bestes. Jedoch seien es hier „immer die Selben, die oben mitspielen“, stellte Rocci-Vorstandsmitglied Tobias Gold fest. Auf den Soccer-Tischen jagten die Roboter im „Eins gegen Eins“ beziehungsweise „Zwei gegen Zwei“ einem Ball hinterher. Diesen erkannten sie mittels Infrarot. Gerade die Kategorie „Fußball“ zog die Aufmerksamkeit vieler Zuschauer auf sich. Sie verfolgten, wie Roboter unterschiedlichster Konstruktionen gegeneinander Tore schossen.

In der Disziplin „Retten“ traten 52 Teams gegeneinander an. Die „Rescue A“-Roboter folgten hier einer schwarzen Linie durch einen Parcours und mussten am Ende ein simuliertes Opfer retten. Es gelang nicht jedem Roboter, die Hindernisse und Steigungen der Strecke zu bewältigen. Nur Wenige meisterten dies mit Bravour. In der Kategorie „Rescue B“ standen die Hindernisse eher im Hintergrund. Dort mussten die Roboter Wärmequellen, die von einzelnen Wandplatten ausgingen, erkennen und dies signalisieren. Organisator Klotz sagte dazu, dass die Temperatur dieser Platten auf rund 40 Grad eingestellt sei. Dies stelle einen zu rettenden Menschen dar. „Ich finde es interessant, wie lebensnah die Kategorie ,Retten’ geworden ist“, meinte Michael Kraus, ein ehemaliger Teilnehmer. Ein besonderer Teil des Robocups war dieses Jahr die „Special League“ für die Jüngsten. Die Aufgabe war es, in Zusammenarbeit eine kurze Produktionsstraße aus mehreren Modulen zu konstruieren. „Diese Form gibt es zum ersten Mal und nur hier in Vöhringen“, erklärte Gold.

Ergebnistabelle zum Herunterladen (pdf):
 

 

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