2700 Besucher bei Pippi

Wain.  Erfolg für das Freilichttheater Wain: 2700 Besucher schipperten mit Pippi Langstrumpf ins Taka Tuka Land. Von sechs Vorstellungen fiel eine ins Wasser.

Wain liegt an keinem großen Wasser und hat keinen Hafen. Trotzdem fährt dort eins der bekanntesten Schiffe der Welt ein: Die "Hoppetosse", der große Segler von Efraim Langstrumpf, seines Zeichens der Vater des abenteuerlustigsten, stärksten und vielleicht auch verrücktesten Mädchens, Pippilotta Viktualia Rollgardina Pfefferminza Efraimstochter Langstrumpf, kurz "Pippi" genannt. Efraim ist nicht nur Kapitän sondern auch, seit er bei einem Sturm von Bord gespült wurde, König in Taka Tuka Land. Nun soll Pippi das Königsreich ihres Vaters kennenlernen. Die Fahrt geht los, natürlich mit dabei Pippis bestens Freunde Thomas und Annikka.

Was die drei in dem fernen Land alles erleben, welche Abenteuer sie bestehen und wie die Bewohner von Taka Tuka ihre Prinzessin ins Herz schließen, erfuhren die Besucher des Wainer Freilichttheaters in dieser Spielzeit in fünf Vorstellungen. Eigentlich waren sechs geplant. "Die fünfte mussten wir absagen. Wir spielen bei fast jedem Wetter, aber was da am Freitag vom Himmel kam, war dann doch zu viel", berichtet der Vorsitzende des Theatervereins Thomas Strobel. Zusammen mit seinem Vize Klaus Bretzel führte er Regie. Die Hoppetosse schwamm dem Theater nicht davon, und so konnte am Samstag und Sonntag wie geplant weiter gespielt werden. Kartenbesitzer vom Freitag konnten auf zusätzlich aufgestellten Bänken das Spiel dann doch noch verfolgen.

Sie bereuten ihr Kommen keine Sekunde. Vom Chor über die kleinen Darsteller - nur drei Rollen waren an Erwachsene vergeben - zeigten sich alle in bester Spiellaune. Leichte Hakler im Text wurden flugs ausgebügelt, um dann mit umso mehr Engagement weiter zu machen. Bewundernswert die Kondition der beiden Hauptdarstellerinnen - alle Rollen waren doppelt besetzt - Ann-Katrin Frey und Jasmin Ottinger. Sie waren nicht nur die meiste Zeit auf der Bühne, sondern mussten auch noch ständig von einem Bein aufs andere hüpfen. Die beiden machten Astrid Lindgrens rothaarigem Wirbelwind alle Ehre.

Belohnung für sie und die anderen fast 70 Darsteller war viel Applaus aus den Reihen der Zuschauer. Das Lob von Thomas Strobel fällt nicht kleiner aus. "Alle haben toll gespielt. Es war für uns wieder einmal ein großartiges Erlebnis", sagte er.

Klar, dass es nach 2008 und diesem Jahr 2012 wieder ein Abenteuer mit Pippi geben wird. Den Darstellern kann es nicht schnell genug gehen: "Am liebsten würden sie sofort weitermachen", sagte der Regisseur. Im Herbst gibt es dann einen Ausflug - mit 70 Darstellern und ebenso vielen fleißigen Helfern vor und hinter der Bühne.


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Autor: FRANZ GLOGGER | 29.07.2010

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