160 000 Euro für das Josef-Cardijn-Haus

Das Josef-Cardijn-Haus ging im Januar in den Besitz der Stadt über. Seine Zukunft ist nach wie vor ungeklärt - und im Vöhringer Stadtrat umstritten.

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Stimmte dem Umbau des Josef-Cardijn-Hauses nicht zu: Thomas Hinterkopf.

Die Stadt Vöhringen hatte das Josef-Cardijn-Haus vor zwei Jahren von der katholischen Kirche erworben. Der Stadtrat ließ sich damals zusichern, dass das Haus abgerissen werden kann. Nun sollen die Räume für rund 160 000 Euro renoviert werden. Dieser Betrag wurde bei den Haushaltsberatungen mit einem Sperrvermerk versehen. Dessen Aufhebung stimmten die Räte mit einer Gegenstimme von Thomas Hinterkopf (FWG) zu.

Schon beim Kauf war deutlich, dass das Haus heruntergekommen ist. Trotzdem hoffen viele Vereine und Gruppen, dort ein Domizil zu finden. Eingezogen sind die Mensa der Mittelschule und die Stadtbibliothek. Die Musikschule Dreiklang soll folgen. Deren Räume in der Grundschule braucht die Mittelschule. Daher sollen Räume im Josef-Cardijn-Haus umgebaut werden. Nötig sind Maler- und Elektroarbeiten; Bodenbeläge und Schließanlage müssen erneuert werden. Selbst die Sanierung des Flachdaches für 70 000 Euro tolerieren die meisten Räte. Strittig war die Erneuerung des Bühnenvorhangs für 29 000 Euro, der nicht mehr den Vorschriften entspricht. Stadträtin Brigitte Endriß (SPD) erinnerte daran, dass das Haus aus Kostengründen abgerissen werden solle. Stattdessen werde es scheibchenweise saniert. "Heute sind es 160 000 Euro und im kommenden Jahr wird uns eine neue Rechnung präsentiert." Stadtrat Thomas Hinterkopf (FWG) ärgerte, dass die Sanierungsarbeiten vor der Freigabe durch den Stadtrat in vollem Gange seien. Daher stimme er dem Umbau nicht zu.

Bernd Hieber von der Stadtverwaltung sagte, die Kosten für die bisherigen Arbeiten überstiegen nicht die Verfügungssumme des Bürgermeisters Karl Janson. "Wir haben dies abgesprochen." Ein Grund für diese Vorgehensweise sei der enorme Zeitdruck. Die Musikschule wolle in den Osterferien umziehen.

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