Der Teich muss sicher sein: Das ABC der Gefahrenvermeidung
Ulm. Ein Gartenteich ist für Kinder etwas Wunderbares. Zugleich haben Eltern Angst davor, dass das Wasser zur tödlichen Falle wird. Was ist zu tun?
Wie oft hat der Opa schon gesagt, dass er den Teich jetzt zuschüttet und stattdessen einen schönen Rasen macht zum Fußballspielen? Oft. Doch der Protest der Enkel war zu laut. Denn so ein Naturteich ist etwas Aufregendes für Besitzer von Becherlupen – und das sind ja heutzutage ziemlich viele Kinder. Also wurde der Teich kindersicher gemacht, so gut das eben geht.
Doch absolute Sicherheit, die gibt es nicht. Aufpassen ist immer noch angesagt. Zum einen wurde deshalb aus dem steilen Tümpel einer mit flachem Ufer gemacht. Wo früher eine steile Rampe in das tiefe Loch führte, das den Fischen das Überleben im Winter garantieren sollte, geht es jetzt flach ins Gewässer. Das nimmt schon einen großen Teil der Gefahren. Trotzdem müssen die Fische den Tod im Eis nicht fürchten. Eine – zugegebenermaßen ziemlich hässliche – Konstruktion aus Styropor-Platten und zwei biegsamen Elektrorohren leistet gute Dienste. Im vergangenen Winter, und das war bekanntlich ein langer, gab’s lediglich zwei Beerdigungen.
Nur eine Seite des Ufers ist zugänglich. Die andere ist dicht bepflanzt, stachelige Büsche verleiden nicht nur Kindern den Weg zum Wasser. Gegenüber steht ein großer, bepflanzter Stein im Weg. Auch hier ist der direkte Zugang verbaut. Damit dem abenteuerlustigen Jüngsten ja nichts passiert, ist der ganze kleine Teich noch mit einem Drahtgitter, wie man es normalerweise in den Beton einlässt, eingezäunt. Natürlich kann ein Kind diesen 80 Zentimeter hohen Zaun locker übersteigen. Aber die größte Gefahr, der zufällige Sturz ins Wasser, die ist dadurch gebannt.
Solch ein Gitter weckt sogar die kindliche Neugier. Warum ist jeden Morgen wieder ein Loch reingebogen? Wer schlüpft da durch? Die nächtliche Wache bringt es an den Tag: Es ist ein Marder, der zum Trinken geht. Doch auch Moses, des Nachbars Kater, nutzt den Zugang. Die Goldfische, mit denen Opa es mal versucht hat, sind längst Vergangenheit. Zu verlockend waren die bunt schillernden Gefährten den Tatzen des schwarzen Jägers nicht gewachsen. Die kleinen, wendigen Elritzen erwischt er dagegen kaum. Da werden schon eher die Frösche Opfer des Jagdinstinkts, während die Molche mit ihren feuerroten Bäuchen unbeeindruckt bleiben. Solange sie im Wasser sind, ehe sie dann den Teich verlassen und in den Ritzen der Trockenmauer nebenan verschwinden, gehen die Kinder gern auf Exkursion. Das Nudelsieb am langen Stock, mit dem Opa sonst die Algen herausfischt, wird zum Käscher. Stolz wird der kleine Molch den Freunden präsentiert und darf nach einem kleinen Ausflug ins Einweckglas wieder zurück ins Wasser.
Heimisches Wasserleben im eigenen Garten, ohne exotische Kois, Springbrunnen und künstliche Lichtorgel, stattdessen mit einem kleinen Bächlein aus der Regentonne, das sich über ein selbstgebautes Dachrinnenwehr steuern lässt: für Kinder ein tägliches Erlebnis. Aber gerade bei kleinen Kindern müssen die Eltern doch ein wachsames Auge haben. Rutschige Steine, steile Ufer und Böschungen, das passt nicht zum kindgerechten Gartenteich.
Und der Zaun hilft, auch wenn er die Optik stört. Oder man legt in der Mulde, aus der mal ein Tümpel werden soll, erst einmal einen Sandkasten an – bis die Kinder größer sind.
Doch absolute Sicherheit, die gibt es nicht. Aufpassen ist immer noch angesagt. Zum einen wurde deshalb aus dem steilen Tümpel einer mit flachem Ufer gemacht. Wo früher eine steile Rampe in das tiefe Loch führte, das den Fischen das Überleben im Winter garantieren sollte, geht es jetzt flach ins Gewässer. Das nimmt schon einen großen Teil der Gefahren. Trotzdem müssen die Fische den Tod im Eis nicht fürchten. Eine – zugegebenermaßen ziemlich hässliche – Konstruktion aus Styropor-Platten und zwei biegsamen Elektrorohren leistet gute Dienste. Im vergangenen Winter, und das war bekanntlich ein langer, gab’s lediglich zwei Beerdigungen.
Nur eine Seite des Ufers ist zugänglich. Die andere ist dicht bepflanzt, stachelige Büsche verleiden nicht nur Kindern den Weg zum Wasser. Gegenüber steht ein großer, bepflanzter Stein im Weg. Auch hier ist der direkte Zugang verbaut. Damit dem abenteuerlustigen Jüngsten ja nichts passiert, ist der ganze kleine Teich noch mit einem Drahtgitter, wie man es normalerweise in den Beton einlässt, eingezäunt. Natürlich kann ein Kind diesen 80 Zentimeter hohen Zaun locker übersteigen. Aber die größte Gefahr, der zufällige Sturz ins Wasser, die ist dadurch gebannt.
Solch ein Gitter weckt sogar die kindliche Neugier. Warum ist jeden Morgen wieder ein Loch reingebogen? Wer schlüpft da durch? Die nächtliche Wache bringt es an den Tag: Es ist ein Marder, der zum Trinken geht. Doch auch Moses, des Nachbars Kater, nutzt den Zugang. Die Goldfische, mit denen Opa es mal versucht hat, sind längst Vergangenheit. Zu verlockend waren die bunt schillernden Gefährten den Tatzen des schwarzen Jägers nicht gewachsen. Die kleinen, wendigen Elritzen erwischt er dagegen kaum. Da werden schon eher die Frösche Opfer des Jagdinstinkts, während die Molche mit ihren feuerroten Bäuchen unbeeindruckt bleiben. Solange sie im Wasser sind, ehe sie dann den Teich verlassen und in den Ritzen der Trockenmauer nebenan verschwinden, gehen die Kinder gern auf Exkursion. Das Nudelsieb am langen Stock, mit dem Opa sonst die Algen herausfischt, wird zum Käscher. Stolz wird der kleine Molch den Freunden präsentiert und darf nach einem kleinen Ausflug ins Einweckglas wieder zurück ins Wasser.
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Autor: UTE GALLBRONNER | 30.04.2010
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