Bei Schwäbisch Gmünd liegt Europas größter Heilpflanzengarten
Schwäbisch Gmünd. Der Heilpflanzengarten der Weleda AG in Schwäbisch Gmünd ist der größte in Europa – und eine wunderbar duftende Apotheke aus Blüten und Blättern.
Fünf Laufenten watscheln in „Einer-Reihe“ durch Europas größten Heilpflanzengarten. Ein idyllisches Fleckchen Erde – gelegen auf einer Hochebene im Norden von Schwäbisch Gmünd. Fische schwimmen in einem Teich. Bienen fliegen umher und naschen an den Pflanzen, die immer zahlreicher ihre Blüten in den Frühlingshimmel strecken. 250 Pflanzenarten wachsen in dem etwa 30 Fußballfelder großen Garten, der dem Arznei- und Kosmetikmittelhersteller Weleda gehört. 180 der Pflanzenarten landen – salopp gesagt – in den Tuben und Fläschchen des Unternehmens.
Agraringenieur Michael Straub kennt den Garten wie kaum ein anderer. Seit mehr als zwölf Jahren arbeitet er hier. Er ist Leiter der Abteilung Heilpflanzenanbau- und forschung. „Schauen Sie“, sagt Straub, „das kennt heute kaum noch jemand.“ Und er zeigt auf ein Beet mit lauter kleinen grünen . . . „Fragezeichen“. „Herzgespann“, klärt er auf. „Das wuchs früher oft bei Bauern im Garten. Nach der Feldarbeit haben die davon einen Tee getrunken, weil die Inhaltsstoffe das Herz, ja den Körper allgemein, stärken.“
Johanniskraut bei leichten Depressionen, kleine Brennnessel bei niedrigem Blutdruck und Hautentzündungen, gegen nahezu jedes Übel scheint hier ein Kraut zu wachsen. Als Straub beim Gang durch das Gewächshaus auf dem Gelände vor einer Aloe-Vera-Pflanze in einem Kübel stehen bleibt, verrät er: „Wenn ich mir im Sommer bei der Gartenarbeit einen Sonnenbrand geholt habe, schneide ich bei meiner Aloe-Vera-Pflanze zu Hause ein Blatt ab und schmiere mir das Gel daraus auf die gerötete Haut. Das hilft.“
Gemäß des anthroposophischen Leitbildes des Unternehmens wird der Garten biologisch-dynamisch bewirtschaftet. Deshalb pflanzen, pflegen und ernten Straub und seine 15 Mitarbeiter nach einem hauseigenen Kalender, der den Einfluss des Mondes wie Bauernregeln und eigene Erfahrungen berücksichtigt. Und deshalb verwenden sie keine Pestizide oder andere giftige Chemikalien. Stattdessen ist der Garten so angelegt, dass er sich selber heilen, selber Krankheiten und Schädlinge begrenzen kann. „Auch die Laufenten, die Sie vorhin gesehen haben, besitzen in dem System eine Aufgabe. Sie sind unsere Schneckenvertilger“, erklärt Straub. Und schon führt er weiter durch diesen außergewöhnlichen Garten, an Thymian, Kamille, Salbei, Rosmarin vorbei, durch diese wunderbar lebendige Apotheke aus Beeten, Blüten, Bienen und Blättern.
Info
Das Weleda Erlebniszentrum in Schwäbisch Gmünd bietet nach vorheriger Vereinbarung montags bis freitags Führungen durch den Heilpflanzengarten an. Kontakt: Tel.: 07171/874 88 11; E-Mail: fuehrungen@weleda-naturals.
Agraringenieur Michael Straub kennt den Garten wie kaum ein anderer. Seit mehr als zwölf Jahren arbeitet er hier. Er ist Leiter der Abteilung Heilpflanzenanbau- und forschung. „Schauen Sie“, sagt Straub, „das kennt heute kaum noch jemand.“ Und er zeigt auf ein Beet mit lauter kleinen grünen . . . „Fragezeichen“. „Herzgespann“, klärt er auf. „Das wuchs früher oft bei Bauern im Garten. Nach der Feldarbeit haben die davon einen Tee getrunken, weil die Inhaltsstoffe das Herz, ja den Körper allgemein, stärken.“
Johanniskraut bei leichten Depressionen, kleine Brennnessel bei niedrigem Blutdruck und Hautentzündungen, gegen nahezu jedes Übel scheint hier ein Kraut zu wachsen. Als Straub beim Gang durch das Gewächshaus auf dem Gelände vor einer Aloe-Vera-Pflanze in einem Kübel stehen bleibt, verrät er: „Wenn ich mir im Sommer bei der Gartenarbeit einen Sonnenbrand geholt habe, schneide ich bei meiner Aloe-Vera-Pflanze zu Hause ein Blatt ab und schmiere mir das Gel daraus auf die gerötete Haut. Das hilft.“
Gemäß des anthroposophischen Leitbildes des Unternehmens wird der Garten biologisch-dynamisch bewirtschaftet. Deshalb pflanzen, pflegen und ernten Straub und seine 15 Mitarbeiter nach einem hauseigenen Kalender, der den Einfluss des Mondes wie Bauernregeln und eigene Erfahrungen berücksichtigt. Und deshalb verwenden sie keine Pestizide oder andere giftige Chemikalien. Stattdessen ist der Garten so angelegt, dass er sich selber heilen, selber Krankheiten und Schädlinge begrenzen kann. „Auch die Laufenten, die Sie vorhin gesehen haben, besitzen in dem System eine Aufgabe. Sie sind unsere Schneckenvertilger“, erklärt Straub. Und schon führt er weiter durch diesen außergewöhnlichen Garten, an Thymian, Kamille, Salbei, Rosmarin vorbei, durch diese wunderbar lebendige Apotheke aus Beeten, Blüten, Bienen und Blättern.
Info
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Autor: Andreas Clasen | 21.04.2010
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