Zum Essen und als Medizin

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Fleisch Bibersteak auf einer Speisekarte? Heute ist das in Deutschland undenkbar. Früher war das Nagetier aber gerade in der Fastenzeit als Fleischersatz beliebt. Denn findige Katholiken erklärten den Biber beim Konstanzer Konzil, das von 1414 bis 1418 dauerte, kurzerhand zum Fisch. Und Fisch durfte gegessen werden. Ähnlich erging es auch dem Dachs und Otter. Als Erklärung für die Umdeklarierung diente der Schwanz des Tieres, der ihn in den Augen der Geistlichen zum Fisch mutieren ließ. Zwischenzeitlich war das Biberfleisch so beliebt, dass das Tier in Deutschland kurz vor dem Aussterben war. Heute steht der Biber hierzulande unter Naturschutz und darf nur in manchen Regionen mit Ausnahmegenehmigungen gefangen werden. In Rumänien dagegen kann man ihn immer noch auf der Speisekarte finden.

Bibergeil Nicht nur das Fleisch des Bibers war früher beliebt - auch das Sekret des Bibers fand einst seine Abnehmer. Es galt als Heilmittel gegen Krämpfe oder auch Nervosität. Inzwischen vermuten Wissenschaftler tatsächlich eine medizinische Wirkung des Bibergeils: Die vielen Weidenrinden, die der Biber frisst, enthalten Salicylsäure, die sich in dem Sekret ablagert. Salicylsäure ist ein Wirkstoff von Aspirin. Heute kommt Bibergeil aber lediglich in der Homöopathie zum Einsatz.

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