Zahl der Wildschweine nimmt in Asselfingen zu

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Der Jagdbezirk Hörvelsingen, der auch die Gemarkung des Weilers Witthau und eine Abrundungsfläche auf Albecker Gebiet umfasst, ist vom Ortschaftsrat einstimmig zur Pacht vergeben worden. Für die Dauer bis März 2026 kam wieder Ingrid Braun aus Witthau zum Zug. Unberücksichtigt blieb die Bewerbung eines Langenauers um die Jagdnutzung.

Wie Ortsvorsteherin Martina Röscheisen und der zuständige Amtsleiter Martin Hofstätter bekanntgaben, besteht die Gesamtfläche des Hörvelsinger Jagdbezirks aus rund 850 Hektar, zum größten Teil bestehend aus Feld- und Wiesenflur. Vertraglich reduziert wurde die Jagdpacht von jährlich bis 1250 Euro netto auf 1000 Euro, um den zunehmenden, von Wildschweinen verursachten Jagdschäden Rechnung zu tragen. Dafür habe die Jagdpächterin geradezustehen.

Seien in früheren Jahren Schwarzwild-Vorkommen im Hörvelsinger Revier eher die Ausnahme gewesen, so habe sich das in jüngster Zeit wesentlich geändert. Das erklärte Braun im Ortschaftsrat. Sie sah den Grund dafür in den großen Mais-Feldern, die den Wildschweinen eine reichhaltige Speisekarte böten. „Ich bin gewillt, die Zahl des Schwarzwilds zu reduzieren“, sagte sie, zeigte aber gleichzeitig die Schwierigkeiten auf, den Schwarzkitteln habhaft zu werden. Nicht zuletzt viele Spaziergänger, Jogger und Reiter im Revier seien Grund dafür, aber genauso Biker und Motorcrosser – und nicht zuletzt streunende Hunde im Hörvelsinger Jagdbezirk. Allein elf tote Rehe bilanzierte Braun in diesem Jahr, von denen vier Hunden, der Rest dem Verkehr zuzuschreiben seien.

Die bisherige und neue Jagdpächterin betonte die gute Zusammenarbeit mit den Flächeninhabern bei der Wildschadensregulierung, bei der Schadensschätzer bisher nicht hinzugezogen werden mussten. In den Jagdpacht-Vertrag aufgenommen wurden die gesetzlichen Neu-Regelungen zum Wildtier-Schutz und zum Wildschaden-Ausgleich, der bei Maisflächen vorsieht, nur noch 80 Prozent der Schadenssumme ersetzen zu müssen. kf

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