Windrad der Naturenergie genehmigt

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Spätestens Ende nächsten Jahres soll sich das 199 Meter hohe Windrad drehen und Strom produzieren. Die Alb-Naturenergie mit Sitz in Blaustein hat jetzt vom Landratsamt Alb-Donau die Genehmigung zum Bau und Betrieb einer solchen Anlage im Windkraft-Vorranggebiet bei Berg­hülen erhalten. Mehr als zwei Jahre hatte das Genehmigungsverfahren gedauert und mit all den erforderlichen Gutachten so viel gekostet „wie ein kleines Einfamilienhaus“, sagt Naturenergie-Geschäftsführer Rolf Böhringer. Unter anderem musste untersucht werden, ob das Windrad für Zugvögel gefährlich werden kann. Nachdem die Ampel für das Vorhaben nun von Rot auf Gelb gesprungen sei, sagt Böhringer, solle es nun „so zügig wie möglich“ umgesetzt werden.

Böhringer möchte das Projekt für eine Bürgerbeteiligung öffnen, deshalb soll möglichst bald in Berghülen ein Informationsabend stattfinden. Dabei will der Natur­energie-Geschäftsführer ein aktuelles Windgutachten über den Standort nordöstlich des zu Blaubeuren gehörenden Weilers Wennenden vorlegen. Geplant ist eine Anlage vom Typ Nordex mit einer Nabenhöhe von gut 140 Metern und einem Rotordurchmesser von knapp 117 Metern. Die Einspeisevergütung werde wohl zwischen 7,68 und 8,02 Cent pro Kilowattstunde Strom betragen – je früher die Anlage ans Netz geht, desto mehr. Über den möglichen Stromertrag möchte Böhringer erst nach Vorliegen des Windgutachtens sprechen.

Der Genehmigungsbescheid lag bis gestern im Landratsamt in Ulm und im Berghüler Rathaus aus. Innerhalb der nächsten vier Wochen kann beim Landratsamt noch Widerspruch gegen die Genehmigung erhoben werden. Böhringer geht davon aus, dass im bisherigen Verfahren alle möglichen Bedenken ausgeräumt wurden. Das Landratsamt hat eine offizielle Einwendung zurückgewiesen. Der Geschäftsführer ist deshalb zuversichtlich: „Wir können in die Vollen gehen.“

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