Windkraft auch am Vogelherd abgelehnt

Denkmalschutz und Flugsicherheit sind die Gründe für die Absage zur Stromerzeugung im Kreis Heidenheim.

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Eine Windkraftanlage.  Foto: 

Auf den Bockstein bei Öllingen folgt der Vogelherd bei Niederstotzingen: Eiszeit und Weltkulturerbe dienen erneut als Begründung, um den Bau von Windkraftanlagen nicht zu genehmigen. Diesmal im Kreis Heidenheim, aber erneut zu Ungunsten der ENBW, die im Teichhau zwischen Herbrechtingen und Rammingen den Bau eines Windparks beantragt hatte – für 15 Anlagen. Für drei davon hatte der Energieversorger bereits zuvor den Antrag zurückgezogen.

 Im Anhörungsverfahren am Landratsamt Heidenheim hatte das Landesamts für Denkmalpflege Bedenken wegen der Vogelherdhöhle im Lonetal vorgebracht. Die Mitteilung beinhaltet hinlänglich bekannte Argumente: Es handle sich bei dieser Höhle einschließlich ihrer Umgebung um ein Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung. Dem öffentlichen Interesse daran stehe „der visuelle Wirkbereich der Windkraftanlagen entgegen“. Der Wert der Höhle beruhe nicht allein auf den dort gemachten Funden, sondern auch auf der sie umgebenden Landschaft. Dieses ergebe sich auch aus dem Antrag, den Status als Unesco-Welterbeantrag für die Eiszeithöhlen im Lonetal zu erhalten. Nach Abstimmung mit der höheren Denkmalschutzbehörde beim Regierungspräsidium Stuttgart schlossen sich die unteren Behörden der Stellungnahme an.

 Zudem sieht die Luftfahrtbehörde beim Regierungspräsidium Stuttgart die Sicherheit des Luftverkehrs am Flugplatz Giengen/Brenz gefährdet – und hat deshalb ebenfalls Bedenken angebracht. Dieser wird betrieben von der Fliegergruppe Giengen/Brenz und auf deren Homepage wie folgt beschrieben: „Unser am Rande des schönen Albtraufs gelegener Platz zwischen Giengen und Heidenheim eignet sich mit seiner 480m langen Asphaltpiste und den beiden sehr gepflegten Graspisten für ganzjährige Flüge im süddeutschen Luftraum.“

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