Willy Jenetzky aus Ersingen wird am Sonntag 90

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Willy Jenetzky ist gern an der frischen Luft.  Foto: 

Geboren ist Willy Jenetzky im schlesischen Strehlen. Nach der Volksschule begann er eine Lehre bei der Reichsbahn. Sie wurde unterbrochen durch Flucht, Jahre des unfreiwilligen Aufenthalts in der damaligen sowjetischen Zone und einem Lager bei Hof, bevor er die Bahnlaufbahn  1953 in Ulm fortsetzte. Vom Jungwärter brachte er es zum Revisor.

Die Stadt wuchs ihm sofort ans Herz. Mit gerade mal 40 000 Einwohnern sei es in Ulm richtig gemütlich gewesen. Vor allem aber lernte er dort seine Beate kennen, in die er sich Hals über Kopf verliebte. „Die geht mir nimmer ’naus“, beschloss er. Am 1. Mai hatten sich die beiden kennengelernt, im Oktober wurde geheiratet. Sein Hobby war die Familie. „Er hat immer dafür gesorgt, dass es mir und unseren beiden Kindern an nichts fehlt“, sagt Beate Jenetzky.

Unverzichtbare Regeln

Nicht verzichten möchte Willy Jenetzky auf seine „zehn Gebote“. Die selbst auferlegten Verhaltensregeln hängen an der Wand im Flur. „Da seh’ ich sie immer.“ Sie handeln vor allem von Maß halten – zum Beispiel beim Essen und Trinken –, davon, sich über das zu freuen, was man hat, und nicht zuletzt davon, sich viel an der  frischen Luft zu bewegen. „Da ist er ganz eisern“, erklärt seine Frau. Ganz Ersingen, wo die Jenetzkys seit dem Jahr 2010 wohnen, kenne seine langen Wanderungen durchs Dorf. „Immer mit einem Affenzahn unterwegs“, sagt Ortsvorsteher Werner Miller. „Wer gesund alt werden will, muss früh damit anfangen“, zitiert Jenetzky dazu schmunzelnd ein anderes Gebot. Den 500-Quadratmeter-Garten besorgt er immer noch alleine.

Gefeiert wird der runde Geburtstag morgen im Familienkreis, ohne großen Aufwand. „So, wie es zu mir passt“, sagt der Jubilar.

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