Wiener Kinderoper in Rammingen

Oper für Kinder: Mit einer altersgerechten Version von Carl Maria von Webers "Freischütz" war ein Wiener Ensemble zu Gast in Rammingen.

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Dunkle Vorahnungen, gruselige Szenen in der düsteren Wolfsschlucht, Schüsse und ein Pakt mit dem Teufel: Auf den ersten Blick ist die romantische Oper "Der Freischütz" von Carl Maria von Weber alles andere als kindgerecht. So verwundert es nicht, dass Roswitha Scheurenbrand zunächst Bedenken hegte, als sie hörte, was die Wiener Kinderoper Papageno in dieser Saison auf die Bühne bringt. Doch die Schulleiterin der Verbandsgrundschule für Rammingen und Asselfingen hatte in der Vergangenheit bereits mehrfach beste Erfahrungen mit dem österreichischen Ensemble gemacht. Als ihr die Schauspieler obendrein versicherten, das Stück eigens für Grundschulen bearbeitet zu haben, lud sie die Kinderoper auch in diesem Jahr in die Ramminger Heusteighalle ein.

Lehrer und Kinder wurden nicht enttäuscht: Kompakt auf eine Stunde verkürzt, für kleine Zuschauer verständlich präsentiert und mit allerlei Komik sowie sinnvollen Erklärungen zwischen den Szenen angereichert, machte der "Freischütz" allen großen Spaß.

Mehrere Schüler der dritten und vierten Klassen durften dabei neben den professionellen Schauspielern selbst in Sprechrollen und als Statisten aktiv werden. Gemeinsam erweckten sie die Geschichte des Jägerburschen Max, seiner geliebten Agathe und dem gefürchteten Probeschuss zum Leben: Um Agathe heiraten zu dürfen, muss Max seine Zielsicherheit mit dem Gewehr unter Beweis stellen. Trifft er nicht, bleibt ihm die Hochzeit verwehrt.

Max, der sein Versagen befürchtet, ist verzweifelt. Der böse Kaspar nutzt seine Angst und überredet ihn dazu, gemeinsam Freikugeln zu gießen, die mit der Hilfe des Teufels höchstselbst stets ihr Ziel treffen. Am Ende aber wendet sich alles zum Guten: Kaspar wird für seine Taten bestraft, Max dagegen darf Agathe heiraten - und die großen und kleinen Schauspieler erhielten viel Applaus.

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