Wer richtet 2018 Kreismusikfest aus?

Die Fans der Blasmusik suchen weiter nach einem Veranstalter für das Kreismusikfest 2018. Dieser Termin konnte bei der Hauptversammlung in Regglisweiler als einziger nicht besetzt werden.

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Der Blasmusik-Kreisverband tagte. Am Ende blieb die Frage offen, wer das Kreismusikfest übernächstes Jahr - 2018 - ausrichtet.  Foto: 

Das Kreismusikfest scheint im Blasmusik-Kreisverband Ulm/Alb-Donau ein Fall für Wiederholungstäter zu werden. Kirchbierlingen, erst 2014 Ausrichter des Großereignisses, hat während der Verbandsversammlung am Wochenende in Regglisweiler angeboten, 2019 wieder Gastgeber zu sein. Westerheim, Schauplatz im vergangenen Jahr, möchte 2020 noch einmal. Allein für 2018 ging beim Vorsitzenden Matthias Dolpp keine Bewerbung ein. Daran änderte sich auch bis zum Ende der Versammlung nichts. "Die Suche geht also weiter", sagte er. Dieses Jahr finden Wertungsspiele, Gesamtchor und Umzug in Munderkingen statt, 2017 gibt es das in Schmiechen.

Für Dolpp war das erste Jahr als Vorsitzender "ein Jahr des Einarbeitens und Kennenlernens", sagte er in seinem Rechenschaftsbericht. Sein Ziel: Den Verband weiterzuentwickeln, "damit wir auch in Zukunft die richtigen Töne treffen", sagte er vor 150 Delegierten und Besuchern im Bürgerhaus. Dolpp berichtete auch davon, dass sich der Kreisverband am "Solidarpakt Amateurmusik" des Landesmusikverbands beteilige. Man wende sich gegen die Ungleichbehandlung der Amateurmusik gegen über dem Sport. Dieser habe in fünf Jahren Kretschmann-Regierung 87,5 Millionen Euro mehr Förderung bekommen: "Da dürfen wir uns zu Wort melden!"

Die augenscheinlichste Neuerung ist der Internet-Auftritt, den die mit Dolpp ans Ruder gekommene Pressereferentin Nina Möllering verantwortet. Unter www.bm-uad.de hält sie die mehr als 70 Vereine mit insgesamt 6361 Musizierenden auf dem Laufenden und bietet den Vereinen an, Werbung in eigener Sache zu machen. "Schüttet mich zu mit Infos, damit wir unsere Reichweite vergrößern."

Kreisverbandsdirigent Gerhard Schlecker warb für die vom Verband angebotenen Fortbildungen. Hochkarätige Referenten sorgten für neue Impulse. Als nächsten Termin nannte Schlecker den Dirigententag am 27. Februar in Oberdischingen mit dem Schweizer Dirigenten und Komponisten Mario Bürki. Weiter bat der Verbandsdirigent darum, an den kommenden Wertungsspielen teilzunehmen. Bislang hätten sich erst 16 gemeldet. Anmeldeschluss ist Ende des Monats.

Bei den turnusgemäßen Wahlen bewarben sich alle Amtsinhaber und wurden wiedergewählt. Hans-Peter Hirling gab den Vorsitz der Stiftung "Blasmusik-Jugend" ab. An seine Stelle wurde der Ehrenvorsitzende des Verbands, Karl Glöckler, gewählt. Neu im Beirat ist der Vorsitzende des Musikvereins Regglisweiler, Gerhard Häussler. Der Bezirksvertreter West im Vorstand, Rupert Braig (Rißtissen), und der stellvertretende Vertreter Nord Lothar Schmitt (Jungingen) erhielten für ihr langjähriges Engagement die Ehrenmedaille in Silber des Blasmusikverbandes Baden-Württemberg.

Bei der am Vormittag tagenden Bläserjugend wurde die Vorsitzende Katrin Beck bestätigt. Neu im Team ist Alexander Schrode vom Musikverein Berg. Beck bemängelte den schwachen Besuch der Versammlung und forderte die Vereine dazu auf, künftig ihre Jugendleiter zu entsenden. 2717 der mehr als 6000 Musiker im Kreis sind noch unter 18 Jahre alt.

Nach Langenau in diesem Jahr wurden die Jugendwertungsspiele 2017 nach Öpfingen und 2018 nach Unterstadion vergeben. Das Vorstandsmitglied des Kreisverbands-Jugendblasorchesters, Katharina Leutz, ermutigte engagierte Jungmusiker, sich bei diesen Vorspielen zu bewerben: "Wir nehmen gerne weitere Spieler bei uns auf." Künftig wolle man sich auch internationalen Wertungen stellen, sagte Leutz. Höhepunkt 2016 ist eine Romreise mit Audienz bei Papst Franziskus.

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