Weg frei für Gebäudekomplex in Kuftenstraße Langenau

Der Protest von Nachbarn war vergeblich: Der Bebauungsplan für die Kuftenstraße wird geändert, damit ist der Weg für drei Mehrfamilienhäuser frei.

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Trotz des Protests von Nachbarn hat der Langenauer Gemeinderat beschlossen, den Bebauungsplan "Kuftenstraße V" zu ändern. Die Änderung soll den Weg für ein Wohnungsbauprojekt auf dem Gelände eines ehemaligen Autohauses in der Innenstadt ebnen. Gegen das Vorhaben wenden sich Eigentümer benachbarter Wohnungen. In deren Schreiben an die Stadtverwaltung heißt es: "Wir sehen keine Notwendigkeit, Baugrundstücke so massiv zu bebauen, dass anderen in unverantwortlicher Weise die Lebensqualität zur Gewinnmaximierung genommen wird."

Die ursprünglichen Pläne für das 2045 Quadratmeter große Gelände zwischen Hindenburgstraße und Kuftenstraße hatte der Ausschuss für Technik und Umwelt abgelehnt (wir berichteten). Diese sahen einen 70 Meter langen Komplex mit 26 Wohnungen vor. Die drei Hauptgebäude sollten drei Stockwerke plus Penthouse-Geschoss erhalten. Nach der Ablehnung legte Architekt Ralf Kauer einen geänderten Entwurf vor. Dieser entspricht aber noch immer nicht den Vorgaben des gültigen Bebauungsplans.

Im nun anlaufenden Verfahren zur Änderung dieses Bebauungsplans werde das öffentliche Interesse gegenüber dem Gebot zur Rücksichtnahme auf Nachbarn abgewogen, sagte Bürgermeister Wolfgang Mangold. Ebenso wie Behörden und andere Träger öffentlicher Belange könnten Bürger ihre Einsprüche vorbringen.

Sprecher aller vier Gemeinderatsfraktionen sagten, die Pläne stellten gegenüber der Ursprungsversion eine wesentliche Verbesserung dar: städtebaulich und gegenüber den Nachbarn. Nun besteht der Komplex aus drei Mehrfamilienhäusern, die zunächst geplanten zweigeschossigen Verbindungen fehlt. Was nichts an der Höhe der Gebäude ändere, kritisieren die elf Unterzeichner des Protestbriefs. Die zwölf Meter hohen Flachdachhäuser stellten ihre Grundstücke buchstäblich in den Schatten. Aus diesem Grund stellte Wolfgang Faul (SPD) den Antrag, das nördliche der drei Gebäude ein Geschoß niedriger zu bauen. Das wurde abgelehnt.

Ob das denkmalgeschützte Gebäude auf dem Areal erhalten bleibt, steht laut Architekt Kauer noch nicht fest. Zunächst müsse dessen Statik geprüft werden.

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