Biosphärengebiet „Schwäbische Alb“: Wandern und radeln in besonderer Natur

Die CDU-Landtagsfraktion besuchte das Biosphärengebiet „Schwäbische Alb“. Einige waren gut zu Fuß, andere bevorzugten das Rad.

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CDU-Politiker besuchen das Biosphärengebiet „Schwäbische Alb“. Die vorderste Reihe mit MdL Manuel Hagel, der frühere Landrat des Alb-Donau-Kreises, Heinz Seiffert, und Ex-Bürgermeister Karl Ogger aus Heroldstatt (von links).  Foto: 

„Natur pur im Biosphärengebiet Schwäbische Alb.“ So lautete am Montag das Motto der CDU-Landtagsfraktion, die auf den ehemaligen Truppenübungsplatz Münsingen eingeladen hatte. Es hat sich herumgesprochen, dass sich dieses rund 6700 Hektar große Areal bestens zum Wandern und zum Radfahren eignet.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und seine drei CDU-Vorgänger Stefan Mappus, Günther H. Oettinger und Erwin Teufel waren in den vergangenen Jahren bereits zum Spazierengehen dort. Am Montag zog es einige Abgeordnete, Minister und CDU-Anhänger auf den ehemaligen Übungsplatz, wo von 1895 bis 2005 scharf geschossen wurde.

Drei Routen

Die mehr als 100 Teilnehmer konnten unter drei Routen wählen. Als Wanderführer fungierten unter anderen der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Karl-Wilhelm Röhm und der Bundestagsabgeordnete Michael Donth, die per pedes von Münsingen beziehungsweise Zainingen (beide Landkreis Reutlingen) Richtung ehemaliges Dorf Gruorn hin und zurück wanderten. Dabei legten zum Beispiel Fraktionsvorsitzender Wolfgang Reinhart, der stellvertretende Ministerpräsident Thomas Strobl und Justizminister Guido Wolf rund 15 Kilometer zurück.

Zehn Kilometer mehr waren der CDU-Generalsekretär Manuel Hagel und der ehemalige Landrat des Alb-Donau-Kreises, Heinz Seiffert, unterwegs. Sie führten die knapp 30-köpfige Gruppe der Radfahrer von Feldstetten und zurück. Die beiden kennen sich im Herzstück des Biosphärengebietes bestens aus. Seiffert wuchs am Rande des Truppenübungsplatzes in Magolsheim, einem Ortsteil von Münsingen, auf. Und Hagels Opa mütterlicherseits wohnte im Nachbarort Böttingen.

„Bei uns erleben sie die landschaftlich schönste Route“, versprach Seiffert gleich zu Beginn der Tour, auch wenn es ab und zu schweißtreibend einige Steigungen und geschotterte Wege zu bewältigen galt. „Warum fahren wir nicht auf der ehemaligen Panzerringstraße?“, fragte eine Radlerin nach. „Die ist für uns tabu“, informierte Hagel und zeigte auf das Verbotsschild am Straßenrand. Dieser 38 Kilometer lange Rundkurs ist den Testfahrzeugen der Firmen Liebherr und Daimler vorbehalten, die die Strecke gepachtet haben.

240 Stufen nach oben

Nach rund sieben Kilometer wurde die erste Rast bei einem der ehemaligen drei stählernen Beobachtungstürme der Bundeswehr eingelegt. Und zwar beim „Hursch“. Er ist der imposanteste und höchste Himmelsstürmer, der 42 Meter in die Höhe ragt. Knapp 240 Stufen mussten erklommen werden, um die Aussichtsplattform zu erreichen, die 895 Meter über dem Meeresspiegel liegt. Seiffert schaffte es nicht ganz nach oben. „Der Turm schwankt, das ist nichts für mich“, gestand der Ex-Landrat etwas blass im Gesicht.

Wenig später trafen sich alle Wanderer und Radfahrer im und um das ehemalige Schulhaus von Gruorn, wo es ein zünftiges Vesper sowie Kaffee und Kuchen für die drei Gruppen gab. Zur Unterhaltung spielte der Musikverein Zainingen. Dietmar Götze vom Bundesforstbetrieb Heuberg, der für den ehemaligen Truppenübungsplatz verantwortlich ist, erzählte die Geschichte des ehemaligen Schießplatzes. Er sprach von geschätzten 500 000 Geschossen und Zündern, die auf dem gesamten Areal noch herumliegen sollen, und von den rund 25 000 Schafen, die dort jährlich grasen.

Das daraus entstandene Biosphärengebiet sei „eine beispielhafte Erfolgsgeschichte nachhaltiger Entwicklung und ein ganz besonderes Stück Natur mitten in Baden-Württemberg“, ergänzte der CDU-Fraktionsvorsitzende Reinhart.

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