Vortrag: Wenn das Hören schlechter wird

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Über "Hörminderung und ihre Auswirkungen" haben Mitarbeiterinnen des Blaubeurer Geschäfts "Hörgeräte Langer" informiert, und zwar im Rahmen des regelmäßig statt findenden Blaubeurer Gesundheitsforums.

Sie erklärten, dass das Ohr in drei Bereich gegliedert werden könne: in das Außenohr - auch Ohrmuschel genannt - mit dem Gehörgang, in das durchs Trommelfell abgetrennte Mittelohr und in das Innenohr. Während das Trommelfell Schallwellen aufnimmt und sie über die Gehörknöchelchen des Mittelohres an die Hörschnecke des Innenohres weiter leitet, wird er dort von speziellen Haarsinneszellen in elektrische Impulse umgewandelt und über den Hörnerv an das Gehirn weitergeleitet.

Diese Haarsinneszellen können im Laufe der Jahre absterben oder in ihrer Funktion nachlassen, etwa wenn lange bei massiver Lautstärke gearbeitet wird, bei einem Hörsturz oder durch den Alterungsprozess. Die Folge ist schlechteres Hören. Oft sind zuerst die hohen Töne betroffen, die bewirken, dass Sprache klar und deutlich verstanden wird.

Einschränkungen des Gehörs beeinträchtigen die Orientierung, sie verschlechtern die Wahrnehmung und erschweren die Kommunikation mit anderen. Wer ständig nachfragen muss, wer bei Nebengeräuschen oder im Gespräch mit mehreren Personen sein Gegenüber nicht mehr richtig versteht, für den werden Unterhaltungen anstrengend, unangenehm und im Laufe der Zeit auch peinlich. Meist reagieren die Betroffenen dann mit Rückzug, der letztendlich in die soziale Isolation führen kann.

Treten Hörprobleme auf, ist es wichtig, schnell einen Fachmann aufzusuchen. Je länger eine Hörminderung besteht und je stärker sie ausgeprägt ist, desto schwieriger wird es, eine normale Hörfähigkeit wieder zu erreichen. Der Hals-Nasen-Ohren-Arzt sollte die erste Anlaufstelle sein. Er stellt mit einem Hörtest fest, ob ein Hörgerät helfen kann. Dieses wird dann von einem Hörgeräteakustiker angepasst. Dort wird unter Berücksichtigung des persönlichen Umfeldes ganz individuell zu einem geeigneten Hörsystem beraten.

Heute gibt es "Hinter-dem-Ohr-Geräte" oder "Im-Ohr-Geräte", die über eine computergesteuerte Technik passgenau angefertigt werden können. Inzwischen selbstverständlich auf dem Markt sind digitale Hörcomputer - klein, unauffällig und hochtechnisiert. Heute können darüber hinaus verschiedene Zusatzgeräte eingesetzt werden, die für eine noch bessere Übertragung bei Telefonaten oder beim Fernsehen sorgen.

Zur Entscheidungshilfe können verschiedene Hörhilfen kostenlos getestet und über einen längeren Zeitraum Probe getragen werden. Nur so kann der Betroffene, zusammen mit dem Hörakustiker, eine individuelle Lösung finden.

Die Anschaffungskosten sind abhängig vom Beschwerdebild, den eigenen Ansprüchen des Einzelnen und von der Beteiligung der Krankenkassen. Damit die Hörgeräte lange halten, müssen sie gut gepflegt werden. Außerdem wird geraten regelmäßig den Hörakustiker und den HNO-Arzt aufzusuchen.

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