Voraussetzung für Erddedonie und Photovoltaik in Lonsee geschaffen

Erddeponie und Photovoltaik im alten Steinbruch: Das ermöglicht ein Bebauungsplan, den der Lonseer Gemeinderat jetzt beschlossen hat.

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Seit 20 Jahren wird kein Kalkstein mehr abgebaut, und genauso lange beschäftigt sich die Gemeinde Lonsee schon mit einer neuen Nutzung des Steinbruchs. Sogar von einem Hotel und von Vereinsgebäuden auf dem teilweise aufzufüllenden Gelände war die Rede gewesen. Möglich machen sollte das der Bebauungsplan "ehemaliger Steinbruch", der 1992 aufgestellt wurde. Diese Vorhaben liegen inzwischen bei den Akten.

Jetzt geht es der Gemeinde darum, in dem Steinbruch eine Erddeponie einzurichten und Platz für eine große Photovoltaikanlage zu schaffen. Zu diesem Zweck hat der Gemeinderat im Herbst 2010 beschlossen, den Bebauungsplan zu ändern. Dieses Verfahren ist jetzt mit dem Satzungsbeschluss abgeschlossen worden. Demnach sind im Plangebiet gar keine Bauplätze mehr vorgesehen, die mögliche Auffüllmenge ist um etwa 30 000 Kubikmeter auf 170 000 verringert worden. Dies war auf Betreiben von Naturschutzverbänden sowie der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt notwendig geworden. "Wir haben einen Kompromiss gefunden, bei dem die Interessen der Gemeinde gewahrt bleiben, und den der Naturschutz dennoch erhobenen Hauptes mittragen kann", sagte Bürgermeister Jochen Ogger. Die für Photovoltaik reservierte Fläche umfasst 10 000 Quadratmeter.

Ebenfalls einstimmig hat der Gemeinderat die Änderung des Bebauungsplans "Eberles Mauer" beschlossen. Die ist Voraussetzung für die Erweiterung des Rewe-Supermarkts im Teilort Halzhausen. Damit entsteht zwischen der Bahnlinie Ulm-Stuttgart und der Landesstraße 1170 ein Sondergebiet für großflächigen Einzelhandel. Dort sind Verkaufsflächen von mehr als 800 Quadratmetern ebenso gestattet wie Gebäude, die länger als 50 Meter sind. Der Ausbau des Supermarkts soll in den kommenden Wochen beginnen. Geplant ist eine Vergrößerung der Verkaufsfläche auf etwa 1800 Quadratmeter.

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