Von Apfelmost bis „Zelta“

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Zahlreiche Besucher waren schon tagsüber auf dem Dietenheimer Weihnachtsmarkt. Abends erhöhte sich die Anzahl nochmals. Foto: Martin Dambacher  Foto: 

Bis auf ein paar Grad zu viel auf dem Thermometer stimmte beim Dietenheimer Weihnachtsmarkt gestern alles. Und auch das Beiprogramm überzeugte. Schon weit vor Beginn schlenderten die ersten Besucher am gestrigen Sonntag durch den Dietenheimer Weihnachtsmarkt und sicherten sich noch schnell den Adventskranz fürs Zuhause – und auch die ersten Tassen Glühwein oder Kinderpunsch wanderten bereits vor dem Elf-Uhr-Läuten über die Theken. Pünktlich zu den Glockenschlägen ließ dann die Jugendgruppe der Stadtkapelle Dietenheim mit „Alle Jahre wieder“ das passende Stück zur offiziellen Eröffnung der 31. Ausgabe durch Bürgermeister Christopher Eh erklingen.

„Nachdem wir im Vorjahr mit dem 30. Geburtstag des Marktes und der zehnten Auflage auf dem Marktplatz hinter dem Rathaus gleich zwei Gründe zum Feiern hatten, läuft dieses Jahr wieder alles normal“, sagte Eh. Er sagte, dass der Dietenheimer Weihnachtsmarkt mit der Rekordbeteiligung von 42 Ausstellern und seiner langen Geschichte für ihn der schönste eintägige Markt weit und breit ist. Dazu böte der Budenzauber mit handwerklichen Arbeiten, Geschenkideen aller Art und Dekorativem an 25 Ständen auch eine große Einkaufsvielfalt, die abseits der Hektik des Alltags genutzt werden sollte, so Eh weiter. Natürlich gebe es aber auch genügend für den Hunger und Durst zwischendurch.

Wie beliebt der Dietenheimer Weihnachtsmarkt sowohl bei den Ausstellern als auch bei den Besuchern ist, zeige das große Einzugsgebiet. Denn neben den Dietenheimern selbst sowie Fieranten und Gästen aus dem ganzen Alb-Donau-Kreis fanden auch zahlreiche Marktbeschicker aus den benachbarten Landkreisen Neu-Ulm und Biberach den Weg ins kleine Illerstädtchen, und selbst das Unterallgäu und Memmingen waren noch vertreten. „Wir machen auf dem Weg zu Oma und Opa in Regglisweiler immer einen kurzen Stop, weil der Markt hier schön heimelig ist“, verriet eine vierköpfige Familie aus Buxheim. Auch der Loskauf für die Tombola habe bei ihrem Adventsausflug mittlerweile schon fast Tradition.

Dass dies wohl bei vielen anderen auch der Fall ist, zeigte der große Ansturm auf die Lostöpfe des mitveranstaltenden Handwerker- und Gewerbeverein (HGV) gleich zu Marktbeginn – kurz nach Mittag hieß es dann „ausverkauft“. Der Reinerlös aus dem Losverkauf gehe dabei an die katholische Kirche als Unterstützung für die Restaurierung des heiligen Grabes, erklärte HGV-Moderator Max Semler in seiner Begrüßung, und auch die Spenden aus dem Kirchenkonzert am Nachmittag würden hierfür verwendet werden. Letzteres bestritten in diesem Jahr die Dietenheimer Josef und Elisabeth Golder, die unter dem Motto „Lass‘ einfach los“ mit gefühlvoller Gitarrenmusik sowie inspirierenden Texten und Liedern zum Fest der Liebe auf die anstehende Adventszeit einstimmten – den zahlreichen Zuhörern in der Sankt Martinus Kirche gefiel es.

Großen Anklang fand auch die Ausstellung zum Thema „Unsere Gewässer“ im Foyer des Rathauses, bei der neben vielen Bilder, Texten, Karten und Illustrationen zu Iller, Gießen, Riedgraben, Städtlebach, Röse und den umliegenden Seen auch Exponate von Illerflößern und tierischen Bewohnern der Auen entdeckt werden konnten. Dazu wurde im Trauzimmer ein kleines Kino eingerichtet, in dem verschiedene Filme gezeigt wurden, Hermann Jehle steuerte zudem in Lesungen weitere Annekdoten und Fakten zu den heimischen Gewässern bei. Und auch auf dem Marktplatz war bis zum Nachmittag „alles im Fluss“ und ein Bummeln entlang der Stände noch ohne größeres Gedränge möglich.

Als jedoch die Dämmerung langsam einbrach und der Nikolausbesuch um 17 Uhr näher rückte, füllte sich der Platz zwischen den Buden merklich, beim Eintreffen des heiligen Gefolges war dann fast kein Durchkommen mehr. Dabei durften sich aber nicht nur die kleinen Weihnachtsmarktbesucher über Geschenke freuen. Denn direkt im Anschluss an die Päckchenausgabe löste der Nikolaus noch das HGV-Weihnachtsrätsel auf, bei dem es galt, die insgesamt 194 Nikolausmützen in den Geschäften zu finden – richtig gezählt haben von den 80 Teilnehmern lediglich acht Personen. Drei davon durften sich über eine Schale mit weihnachtlichen Leckereien, einen Weihnachtsbaum oder über eine komplett zubereitete Weihnachtsgans samt Beilagen freuen. Die anderen fünf genossen zusammen mit den restlichen Besuchern im Anschluss einfach den romantischen und vorweihnachtlichen Lichterglanz auf dem Weihnachtsmarkt.

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