Vom Winde verweht im Kirchgarten

Eine Serenade von Posaunenchor und Kirchenchor am Sonntag lockte viele Gäste in den Kirchgarten. Der Wind beeinträchtigte die Veranstaltung.

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Der Kirchenchor hatte bei der Serenade vor Sankt Alban unter dem Wind zu leiden, der viele Töne einfach verwehte.  Foto: 

Die Kirchgartenserenade der evangelischen Kirchengemeinde Laichingen hat zwar Tradition, die wird aber immer wieder mal unterbrochen. Dieses Jahr haben sich der Posaunenchor und der Kirchenchor wieder zusammen getan und am Sonntag zur Abendmusik im Kirchgarten eingeladen. Erstmals war nicht das Kirchenschiff der Albanskirche der malerische Hintergrund, sondern die beiden Chöre positionierten sich vor der Fensterfront des Pavillons Alban Plus. Die rund 150 Gäste, darunter viele Familien mit kleinen Kindern, saßen zwar ganz idyllisch unter Linden, doch der teilweise böige Wind fuhr nicht nur rauschend durch das dichte Blattwerk derselben, sondern riss immer wieder die Töne der Musizierenden mit sich fort.

Diese Herausforderung stellte zwar den Posaunenchor dank seiner laut tönenden Instrumente, nicht vor gar so große Probleme. Anders sah dies beim Kirchenchor aus. Chorleiterin Regine Flitsch wusste ihre Choristen jedoch bestens zu motivieren, die Sängerinnen und Sänger des gut aufgestellten Kirchenchores sangen im lauten Fortissimo gegen die Windgewalten an. So konnten sich die Zuhörer an den unterschiedlichen Melodien erfreuen, wenn auch die feinen Ausarbeitungen der einzelnen Lieder im wahrsten Wortsinn vom Winde verweht waren. Die Zuhörer genossen dennoch das vielseitige Programm dieser Serenade: Festliche Klänge des Posaunenchors, unter anderem mit einer Komposition von Heiko Kremers. Der Zeitgenosse ist ein Begründer der Popularmusik in den Posaunenchören, wie Dirigent Oliver Schneider den Zuhörern nahebrachte. Daran schlossen sich barocke Gesänge des Kirchenchors an: a cappella folgte er dem Dirigat von Regine Flitsch.

Die zwei Jungbläsergruppen, geleitet von Magdalene Schmid, erfreuten die Gäste mit beliebten Melodien wie "Oh when the saints" und "Bella Bimba". Lust zum Mitsingen machten die Vorträge des Kirchenchors der aktuellen Jahreslosungen und der von 2013, begleitet wurde der Chor dabei von seiner Leiterin am Piano. Den Schluss bildete der Posaunenchor mit Songs aus der Rockoper "Jesus Christ Superstar" aus dem Jahre 1971.

Dass dies ein Genre ist, das man sich vor etwa 20 Jahren in der Laichinger Kirchengemeinde sicherlich nicht hätte vorstellen können, betonte Pfarrer Karl-Hermann Gruhler im Anschluss an die flotten und dennoch sinnlichen Melodien. In seiner einer Predigt ähnlichen Ansprache verglich Gruhler das Bild eines Superstars Jesus mit dem, das sich seine Kirche von dem Sohn Gottes macht. Sein Fazit: Ein leuchtender Stern, also die Übersetzung des Begriffes Star, sei Jesus durchaus, nicht aber ein auf sich selbst fokussierter Superstar, dem alles außerhalb des Rampenlichts unwichtig sei. Mit einem gemeinsam gesungenen Lied sowie einem geselligem Beisammensein endete die Serenade.

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