Vom Spaß zur Sucht - Immer mehr abhängig

Immer mehr junge Menschen leiden unter Spielsucht, berichteten Caritas Ulm und Drogenhilfe Ulm /Alb-Donau. Die Zahl hat sich seit 2007 verdreifacht.

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24 Jahre jung, clever, sozial eingebunden - der junge Mann aus dem Alb-Donau-Kreis schien ein normales Leben zu führen, doch er verlor binnen sechs Jahren 150 000 Euro, seinen Arbeitsplatz, seine Lebensgefährtin und das Vertrauen seiner Familie. Pathologische Spielsucht ist die Antwort darauf, wie es dazu kommen konnte. Der heute 30-Jährige ist kein Einzelfall. Das machte Sozialtherapeut Helmut Tauschek im Jugendhilfeausschuss des Alb-Donau-Kreises deutlich. So habe die psychosoziale Beratungs- und Behandlungsstelle für Suchtkranke der Caritas Ulm im vergangenen Jahr 65 pathologisch Spielsüchtige aus dem Alb-Donau-Kreis und der Stadt Ulm betreut. Die Zahl der Patienten hat sich seit Beginn der Statistik 2007 mehr als verdreifacht.

Tauschek berichtete, dass alles scheinbar harmlos beginnt: Aus Spaß ging der junge Mann in Spielhallen und setzte geringe Beträge zwischen 20 und 30 Euro. Als er Gewinne erzielte, verspürte er ein Hochgefühl. Nach einem halben Jahr war er süchtig nach dem Kick und den gelegentlichen Erfolgserlebnissen. Die Sucht wurde übermächtig, er brauchte Geld, plünderte die Konten seiner Familienmitglieder und jagte seinem Glück bis zu 22 Stunden lang an zwei Spielautomaten gleichzeitig hinterher, was ihm nur mit dem Konsum von neun Schachteln Zigaretten gelang.

So laufe es häufig. Viele Spielsüchtige seien zwischen 18 und 24 Jahren alt, sagte Tauschek. Es dauere oft lange, bis sich Betroffene ihre Sucht eingestehen und Hilfe suchen: Der 24-jährige Abteilungsleiter unterschlug 10 000 Euro am Arbeitsplatz, stahl Geld und Schmuck, machte sich strafbar. Er belog seine Mitmenschen, war isoliert. In seiner Einsamkeit dachte er an Suizid.

Großes Suchtpotential besäßen auch Online-Rollenspiele wie "World of Warcraft" und "Diablo III", bei denen das Eintauchen in eine virtuelle Welt mit neuer Identität im Vordergrund steht. Deshalb beschäftigt sich die Drogenhilfe Ulm/Alb-Donau vermehrt mit der Computerspielsucht. Im Gegensatz zum Glücksspiel seien häufig schon Minderjährige betroffen, da die Spiele im Internet leichter zugänglich sind. Besonders Jugendliche zwischen 15 und 19 Jahren werden bei der Suchtberatungsstelle vorstellig - meist in Begleitung der Eltern.

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Kommentare

20.11.2012 10:38 Uhr

Spielcasinos in Ulm

Da ist nicht mehr rechtlich zulässig, der Staat hat für das wohl der Bürger zu sorgen, in jeder Ecke in Ulm ist ein Glücksspielcasino gierig auf unser Geld. Sofortige Schließung und Vertreibung dieser Lebensvernichter aus der Stadt. Möglich wäre es i Gewerbegebieten ausserhalb des Stadt bereichs. Aber was macht der Staat? Bald bekommt ihr euer Persönliches unterhalb eurer Wohnung damit da auch euer Leben zerstört werden kann. Armes Deutschland sag ich nur die Juden setzen sich wohl immer durch mit ihrem Willen. Es gibt in Deutschland kein Respekt mehr auf Menschenrechte und das Grungesetzt wird eh nicht beachtet, es ist hier wie in einer Anarchie statt Demokratie. Schönen Spieltag in Ulm

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