Voller Energie für den Glauben

Voller Energie begeisterte Schwester Teresa Zukic die Besucher beim Einkehrtag des Kloster Brandenburg in Regglisweiler mit ihren Vorträgen.

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Die Einkehrtage im Kloster Brandenburg ziehen seit jeher viele Gläubige an. Nun konnten Schwester Michaela und ihr Team eine ganz besondere Frau als Referentin gewinnen: Schwester Teresa, die mit ihrer frischen und direkten Art einer der bekanntesten Nonnen Deutschland ist. Teresa Zukics Vater kam einst als Fußballtalent nach Deutschland, und auch die kleine Teresa entpuppte sich bald als großes Bewegungstalent und auf dem besten Weg zu einer großen Sportlerkarriere. Dann, mit 18 Jahren, schlug sie zum ersten Mal eine Bibel auf und entwickelte sich schnell zu einer überzeugten Christin, die ihren Weg zur Kirche und zu  schließlich zu einem Orden fand.

Dank ihres Rede- und Begeisterungstalents wurde Schwester Teresa schnell bekannt, ja sogar berühmt. Heute hält die Leiterin einer eigenen kleinen Gemeinschaft, Seelsorgerin, Malerin, Buchautorin, Komponistin und Rednerin 150 Vorträge im Jahr und füllt fast immer Hallen und Kirchen. Sie redet vor Katholiken, Protestanten und Freikirchlern, aber hat auch Zugang zu Firmen und Managern. Kein Wunder, dass der Tagungsraum im Kloster Brandenburg am Samstagmorgen sehr voll war.

Der Einkehrtag begann jedoch mit einer unerwarteten Lektion in Geduld. Der Grund war ziemlich weltlich: Schwester Teresa von der Kleinen Kommunität der Geschwister Jesu steckte bei Aalen im Stau und kam mit mehr als einer Stunde Verspätung.

Dann allerdings legte das Energiebündel mit dem ersten von zwei angekündigten Vorträgen los. schnell los: „Jeder ist normal, bis du ihn kennst“. „Wir können  so vieles umtauschen, wenn es uns nicht gefällt, aber einen Menschen müssen wir so nehmen, wie er ist. Umtausch ausgeschlossen.“

Mit viel Witz und Lachen erzählte Schwester Teresa von ihrem Leben, wie sie als Leistungssportlerin zu Gott fand, wie sie ihre Berufung erfuhr. Ihre Begeisterung für Gott und die Menschen vermag sie so überzeugend und voller Optimismus zu vermitteln, dass es nicht verwundert, warum sie so viele Menschen in ihren Bann zieht. Sogar das Schlagwort, sie sei die deutsche Antwort auf Sister Act, nahm sie mit Humor.

Dabei ist das eigentliche Thema die Kränkungen und die Verletzung durch andere. Selbstbewusstsein, Gottvertrauen und gelassene Heiterkeit zu finden, sei der beste Weg, mit diesen Verletzungen umzugehen. Man könne den Menschen, der einen verletzt, nicht dadurch ändern, dass man wütend reagiert, warum sich also aufhetzen lassen? Man fahre nur fort, sich immer wieder selbst zu schaden.

Am Nachmittag bot sie einen neuen ungewohnten Blick auf das Buch der Bücher: „Sieben Überraschungen aus der Bibel, um erfolgreich zu sein“ nannte sie ihren Vortrag, in dem sie ihr sehr persönliches Verhältnis zu Gott darlegte. Es ging, grob gesagt, um die Freiheit, ein Christ zu sein, und der Kraft, die sie daraus schöpft und die jeder daraus schöpfen könne.

Schwester Teresa beeindruckte ihr Zuhörer aus dem gesamten süddeutschen Raum nicht nur mit ihr ihrem Wortwitz und ihrem Charisma. „Es ist ihre ganze Persönlichkeit, die mich an ihr beeindruckt hat“, sagte Lilo Haller aus Neu-Ulm, selbst Protestantin. „Man lernt von ihr, mit Verletzungen umzugehen.“

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