Viele Ämter bleiben bei Regglisweiler Fußballern unbesetzt

Sportliche Erfolge konnten nicht darüber hinwegtäuschen, dass bei der Hauptversammlung der Fußballabteilung des TSV Regglisweiler Führungspositionen nicht oder nur kommissarisch besetzt wurden.

|
Zahlenmäßig klein ist die Führungsspitze der Regglisweiler Fußballer (von links): Otto Gantner (Kasse), Rupert Hummel (kommissarischer Abteilungsleiter) und Horst Haggenmüller, Spielleiter der ersten Mannschaft. Foto: Dieter Gräter

Rupert Hummel, der im Sommer vergangenen Jahres kommissarisch die Nachfolge von Fußballabteilungsleiter Rudolf Rauer angetreten hatte, konnte einem fast leid tun. Obwohl er bei einer außerordentlichen Versammlung der Fußballabteilung im Oktober 2011 unmissverständlich erklärt hatte, nur bis zum Ende des Vereinsjahres das Amt des Vorsitzenden des Hauptvereins und das der Fußballabteilung in Personalunion zu bekleiden, ließen ihn die Abteilungsmitglieder bei der Jahreshauptversammlung der Fußballer förmlich im Regen stehen. Weder im Vorfeld, noch am Versammlungsabend war jemand bereit, Verantwortung zu übernehmen. So war Hummel am Ende erneut kommissarisch zum Weitermachen verpflichtet.

Der Misere nicht genug, fand sich fand sich auch für die Position des ersten und des zweiten stellvertretenden Abteilungsleiters kein Interessent. Oliver Wührl, bis dato Stellvertreter Hummels, lehnte ein Weitermachen nicht nur ab, sondern kündigte auch seinen kompletten Rückzug von den Regglisweiler Fußballern zum Saisonende an. Nicht viel besser erging es Hummel bei der Besetzung der drei zu vergebenden Beiratsämter. Oliver Rueß, bisher Mitglied im Beirat, lehnte es ab, weiterzumachen. Auch sonst zeigte niemand aus der Abteilung Bereitschaft in die Bresche zu springen. Alle drei Beiratsämter blieben somit unbesetzt.

Wenigstens zeigten Klaus Marquart (Schriftführer), Otto Gantner (Kassierer), Jugendleiter Peter Hanke und sein Stellvertreter Dietmar Haug, sowie Horst Haggenmüller als Sportleiter der ersten- und Christian Heussner als Sportleiter der zweiten Mannschaft, Bereitschaft, weiterhin Verantwortung zu übernehmen. Auch Roland Feller macht als Platzwart weiter.

Angesichts der desolaten Situation kritisierte Abteilungsmitglied Franz Wührl die Abteilungsleitung, im Vorfeld keine Klärung der Besetzung wichtiger Ämter herbeigeführt zu haben. Rudolf Rauer forderte in diesem Zusammenhang eine bessere Teamarbeit. Er schlug vor, dass sich innerhalb der kommenden zwei Wochen sechs bis sieben Personen zu einer außerordentlichen Sitzung zusammenfinden um Lösungsmöglichkeiten zu erörtern.

Zu Beginn der Jahreshauptversammlung hatte Rupert Hummel seine Freunde zum Ausdruck gebracht, dass es in den vergangenen eineinhalb Jahren gelungen sei, den Verein aus den Negativschlagzeilen heraus zu führen. Man müsse darauf achten, diesen Weg jetzt weiter zu gehen: "Aus früheren Grüppchenbildungen entsteht langsam ein Miteinander", sagte der Abteilungsleiter. Die Jugendabteilung stehe noch etwas isoliert da; hier müsse ein gemeinsamer Weg gefunden werden, mahnte der Fußballchef.

Obwohl Otto Gantner von einer zufrieden stellenden Kassenentwicklung sprach, konnte er von der Abteilungsversammlung vorerst keine Entlastung erhalten. Die Buchhaltung sei zwar vom Steuerbüro Merkle abgesegnet worden, doch habe vor der Abteilungsversammlung noch keine Kassenprüfung stattfinden können, sagte Kassierer Otto Gantner. Er betonte, dass seit fünf Jahren die Schulden kontinuierlich abgebaut worden seien. Ein Problem stelle jetzt der gestohlene Rasenmäher dar (die SÜDWEST PRESSE berichtete).

Als Spielleiter der ersten Mannschaft, konnte Horst Haggenmüller ein durchweg positives Fazit ziehen. Man habe zum Ende der Vorrunde Platz fünf erreicht. Ziel müsse es sein, am Ende der Saison unter die ersten fünf Teams der Landesliga zu kommen. Fünf Abgängen stünden fünf Neuzugänge gegenüber. "18 Spieler und zwei Torleute ist ein guter Kader" , resümierte Haggenmüller. Christian Heussner, Spielleiter der zweiten Mannschaft, berichtet von einem siebten Platz nach der Vorrunde. Aktuell belege man Platz 12. Sportliches Ziel könne es aufgrund des beschränkten Kaders derzeit nur sein, den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten. Heussner: "Wir müssen durchhalten, bis Spieler aus der sehr starken B-Jugend nachrücken."

Erfreuliches war von Jugendleiter Peter Hanke zu hören. Während die Bambinis und die F-Jugend nicht um Punkte spielen, nehme die E-Jugend bereits an einer Punkterunde teil. Die D-Jugend agiere als Spielgemeinschaft (SG) mit Dietenheim, die B-Jugend mit zwei Teams (in der Bezirks- und in der Kreisstaffel) als SG mit Dietenheim, Balzheim und Au. Künftig werde man ab der D-Jugend eine Jugendkooperation mit Dietenheim eingehen. Man verspreche sich davon, bei kleineren Jährgängen ein besseres Leistungsniveau. Mit Ausnahme der Kassenabteilung erhielt die gesamte Fußballabteilung die von Hans-Jörg Bailer beantragte Entlastung.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Teva streicht weltweit 14.000 Stellen

Die Ratiopharm-Mutter Teva will weltweit 14.000 Stellen streichen. In Deutschland hat der Konzern 2900 Mitarbeiter, die meisten arbeiten in Ulm. weiter lesen