VEREINE vom 5. Oktober 2013 aus Ulm und Umgebung

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In Tracht kamen die Gäste zur Partynacht des Musikvereins Blaustein. Der Musikverein Mietingen und die Band "All Geier" sorgten für Stimmung. Foto: Katharina Wieder

Musikverein Blaustein

Mädels schnürten ihre Dirndl, Jungs stiegen in ihre Lederhosen, um auf die "Partynacht in Tracht" des Musikverein Blausteins zu gehen. Kapellen mehrerer Musikvereine marschierten - angeführt von Oldtimern - in einem Umzug zur Blautalhalle. Dort unterhielt der Musikverein Mietingen die Gäste mit zünftiger Blasmusik. Den offiziellen Fassanstich übernahm Bürgermeister Thomas Kayser. Zu den kulinarischen Höhepunkten gehörten Schweinshaxe und Gockel, die bei einem echten Trachtenfest nicht fehlen dürfen. Nachdem der Musikverein Mietingen mit großem Applaus von der Bühne ging, spielte die Band "All Geier" und rockte mit ihrer fetzigen Musik die Blautalhalle. Ziel des Musikvereins sei, das Fest zur Tradition werden zu lassen, sagte Vorsitzender Andreas Glöckler. Er war begeistert von dem großen Zulauf. Die Partynacht fand zum zweiten Mal statt und entstand aus dem Jubiläumswochenende zum 90-jährigen Bestehen des Musikvereins im vergangenen Jahr. Rund 90 Helfer und Helferinnen trugen zum guten Gelingen bei. Fischer Dellmensingen

Nicht Fisch, wie es sich für einen Fischereiverein gehören würde, sondern Spanferkel wurde aufgetischt beim Dellmensinger Fischereiverein. Damit bedankte sich Vorsitzender Ulrich Otte bei den vielen Mitstreitern, die bei den Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen des Vereins im Sommer geholfen haben. Mehr als 100 Helfer waren nötig, um das Zeltfest im Schlossgarten über die Bühne zu bringen. "Dass es ausgerechnet bei einem Fest der Fischer keinen Fisch gibt, mag verwundern. Aber um geräucherte Forellen, Bratfisch und andere Spezialitäten auf den Teller zu bringen, hätten viele von uns doch wieder arbeiten müssen. An diesem Tag sollten sich aber möglichst viele bedienen lassen können", sagte Otte.

AG Donaumoos

Das Langenauer Ried ist heute ein Naturschutzgebiet. Früher wurden seine riesigen Wiesenflächen noch landwirtschaftlich genutzt. Jedes Jahr im Herbst, erzählt Holger Müller von der AG Donaumoos, hätten die Bauern die typischen Moorstreuwiesen gemäht und das harte Gras nach der Trocknung als Stalleinstreu verwendet. "Diese extensive Nutzung hat der Natur unheimlich gut getan", sagt Müller. Mittlerweile haben die Landwirte die Moorstreuwiesen längst verlassen. Zu groß ist der Aufwand der Mahd im feuchten Ried. Heute ahmt die AG Donaumoos die ursprüngliche Nutzung nach. An den vergangenen Wochenenden zogen die Naturschützer mit Balkenmähern ins Ried, um zu heuen. An zwei Samstagen holten die Helfer Heu aus den Wiesen. Hilfsmittel waren dabei Heugabeln - und leistungsstarke Quads, die das Heu auf Planen bergeweise zum Sammelpunkt schleppten. "Für die Arbeit auf den Moorstreuwiesen sind Quads ideal", erklärt Müller. Aufgrund ihres geringen Gewichts und ihrer Wendigkeit leisteten sie wertvolle Hilfe, ohne auf den geschützten Flächen Schäden anzurichten.

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