Verband gibt Wind-Gutachten in Auftrag

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Mehr Flächen für Windkraft: Mit diesem Ziel hat der Verwaltungsverband Langenau ein Gutachten in Auftrag gegeben. Wie Geschäftsführer Hermann Schmid in der jüngsten Verwaltungsratssitzung bekanntgab, sind sich die Bürgermeister der 14 Verbandskommunen einig, dass die Windkraft-Konzeption des Regionalverbands Donau-Iller nicht ausreicht. Diese sieht außer dem bestehenden Vorranggebiet zwischen Holzkirch und Neenstetten nur eine weitere Windkraftfläche (bei Ölingen und Setzingen) im Verbandsgebiet vor. Jetzt soll ein Fachbüro aus Sonnenbühl (Kreis Reutlingen) ermitteln, ob weitere rentable Standorte vorhanden sind. Schmid zufolge wird das Ergebnis des 10 000 Euro teuren Gutachtens noch im März vorliegen.

Auf Grundlage des Windatlasses des Tüv Süd habe der Regionalverband ausschließlich Flächen mit durchschnittlichen Windgeschwindigkeiten ab 5,5 Metern pro Sekunde in 100 Metern Höhe und ab 5,75 Metern pro Sekunde in 140 Metern Höhe berücksichtigt, sagte Schmid. Doch seien sich die Verbands-Bürgermeister einig, dass diese so genannte Windhöffigkeit nicht das einzige Kriterium sei. Es müsse auch untersucht werden, wie viele Windräder am jeweiligen Standort möglich sind, was Erschließung und Anschluss ans Stromnetz jeweils kosten, ob Konflikte mit Natur- und Landschaftsschutz auftreten, wie groß der Abstand zur nächsten Wohnbebauung sein sollte. Dies sowie eigene Wind-Berechnungen solle das Gutachten leisten.

Sobald die Expertise vorliegt, werde darüber in den Gemeinderäten der Mitgliedskommunen diskutiert, sagte Wolfgang Mangold, Verbandsvorsitzender und Langenauer Bürgermeister. Ziel sei es, im Regionalplan weitere Windkraft-Vorrangflächen auszuweisen. Aufgrund des Staatsvertrags zwischen Baden-Württemberg und Bayern bleibe dafür in der Region Donau-Iller der Regionalverband zuständig. Und: Nur in den Vorrangflächen sind Windräder möglich, alles andere seien Ausschlussgebiete.

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