Unfall im Naubad war halb so wild

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Der Vorfall ist zwar schon zwei Wochen her, doch in vielen Familien in der Region und vor allem bei Facebook immer noch ein heißes Thema. Im Langenauer Freibad, so geht die Geschichte, sei ein Junge beinahe ertrunken. Er sei am Boden des Kinderbeckens gefunden worden, das Bad habe geräumt werden müssen, ein Hubschrauber  habe den Kleinen ins Krankenhaus gebracht. Wie eine Nachfrage der SÜDWEST PRESSE im Bad zeigt, ist vieles davon nur Dichtung, keine Wahrheit.

Fakt ist, sagte Betriebsleiter Walter Gautsch, dass es tatsächlich einen Badeunfall mit einem Kind gab. Doch dieser sei längst nicht so dramatisch gewesen, wie ihn viele schildern. Und außerdem gehe es dem Kind wieder gut. Zugetragen habe sich Folgendes: Ein älteres Kind, zwischen fünf und sieben Jahre alt, sollte wohl für einen Moment im Kinderbereich auf einen 15 Monate alten Jungen aufpassen. Dieser machte sich aber auf und davon, war plötzlich verschwunden. Ein Mann sah den Jungen auf der Wasseroberfläche treiben und zog ihn heraus. „Er lag nicht auf dem Boden“, betonte Gautsch. „Er hat kurz aufgestoßen und hat dann gleich wieder reagiert.“

Helikopter bringt Notarzt

Sicherheitshalber habe die Badleitung die ganze Rettungskette anlaufen lassen. Der ASB rückte mit einem Krankenwagen an. Und aus Ulm kam mit dem Hubschrauber ein Notarzt hinzu. Weil der Pilot erst auf der Liegewiese vor dem Kiosk landen wollte, seien die Besucher dort über Lautsprecher gebeten worden, die Fläche zu räumen. „Und das hat auch super geklappt“, sagt Gautsch. Niemand habe das Bad ganz verlassen müssen. Weil dem Pilot die Wiese für eine Landung zu unsicher erschien, sei der Hubschrauber dann ganz in der Nähe neben der Kalmenbrunnenstraße runtergegangen.

Das Kleinkind sei zu Beobachtung mit dem Krankenwagen in die Kinderklinik gekommen. Den Eltern, die während des Vorfalls ebenfalls im Bad waren, werde kein Vorwurf gemacht. Die Polizei, ein Streifenwagen war vor Ort, habe keine Ermittlungen aufgenommen.

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