Unfall auf A7: Acht Gaffer erhalten Bußgeld

Acht Autofahrer erhalten Bußgeld, weil sie mit dem Handy Lkw-Unfall auf der A7 fotografiert oder gefilmt haben.

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Fotografieren gegen Gaffer: Polizist auf der A 7.  Foto: 

Beträchtlich ist der Schaden, der bei dem Unfall am Montagnachmittag auf der A7 zwischen Nersingen und dem Dreieck Hittistetten entstanden ist: Die Polizei geht von rund 220.000 Euro aus. Der Fahrer eines Sattelzugs war kurz unaufmerksam gewesen und mit seinem Lkw von der Autobahn abgekommen. Der 40-Tonner kippte daraufhin um, verletzt wurde niemand. Erst in der Nacht konnte der Lkw geborgen werden, die A7 war dazu zeitweise voll gesperrt. Wie schon bei früheren Unfällen machten der Polizei außer Unfall und Stau wieder einmal Gaffer zu schaffen: Sie fuhren langsam an der Unfallstelle vorbei, um Aufnahmen mit dem Handy zu machen. Das wird für acht von ihnen Konsequenzen haben: Wie das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West berichtet, werden sie wegen der verbotenen Nutzung ihres Mobiltelefons am Steuer angezeigt. 60 Euro Bußgeld und ein Punkt in Flensburg werden dafür fällig.

Vergangene Woche wurde ein Lastwagenfahrer angezeigt, der nach einem tödlichen Motorradunfall auf der A8 bei Burgau die Unfallstelle gefilmt hatte. Bei ihm lautet der Vorwurf allerdings Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen und unterlassene Hilfeleistung. Laut Polizeisprecher Jürgen Krautwald liegen die Ermittlungsergebnisse gegen 50-Jährigen inzwischen bei der Staatsanwaltschaft. Diese müsse nun über das weitere Vorgehen entscheiden. 

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