Über Stock und Stein für einen guten Zweck

150 Fahrer haben sich am Samstag beim Mountainbike-Rennen in Blaubeuren-Sonderbuch sechs Stunden lang für einen guten Zweck ins Zeug gelegt. Am Ende lagen Frank Demut und Stefanie Steinhart vorne.

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Sechs Stunden lang strampelten die Fahrer beim Mountainbike-Rennen des Lions-Club Blaubeuren-Laichinger Alb auf und ab - das kostete Kraft.  Foto: 

Mountainbiker aus der Region, aber auch vom Tegernsee und aus Tirol, Hobby-Fahrer und Profis, Männer und Frauen, Jugendliche und Kinder im Alter von elf bis 71 Jahre haben am Samstag in Blaubeuren-Sonderbuch gestrampelt und geschwitzt. Zum achtzehnten Mal hatte der Lions-Club Blaubeuren-Laichinger Alb zu einem Benefiz-Mountainbike-Rennen eingeladen.

Vom Start um 10 Uhr bis zum Ende um 16 Uhr möglichst viele Runden schaffen, das war die Devise für die rund 150 Fahrer, die für sechs Stunden unermüdlich in die Pedale traten. Abgesteckt war der gleiche Rundkurs wie in der Vergangenheit: Eine 3,4 Kilometer lange Strecke über Schotter-, Wald- und Wiesenwege, bei der 75 teilweise steile Höhenmeter zu überwinden sind. Normalerweise wird in Zweier- und Viererteams gestartet, heuer hatten sich mit 41 Bikern auch erstaunlich viele Einzelstarter angemeldet, wie Organisator Michael Helmscheidt berichtet. "Die können auch mal ein kleine Pause machen, am Ende werden halt die gefahrenen Runden gezählt", erklärte Hemscheidt. Verletzungsbedingte Ausfälle gab's keine, ein paar Fahrer mussten wegen Materialschaden aufgegeben, zwei wegen Erschöpfung.

Für Hobby-Fahrer oder die, die's einfach mal ausprobieren wollen, ist die Strecke genauso geeignet wie für die Mountainbike-Cracks, für die der Samstag in Sonderbuch ein idealer Trainingstag ist. Zum zweiten Mal dabei war Günter Hölz mit dem Team "Spoichakiller Dapfen" aus der Nähe von Gomerdingen: "Anspruchsvolle Strecke, gute Ausschilderung und Top-Verpflegung", lobte er. Ralf Bernhard aus Krumbach gefällt auch die schöne Gegend. Er trat eher zufällig in Sonderbuch an und fuhr im Vierer-Team zusammen mit dem jüngsten Teilnehmer, dem elfjährigen Nico Schmidt. Die Lions-Club-Leute sorgten bestens für die hungrigen Radler, die Banane, Schokolade oder tellerweise Spaghetti in sich reinschieben konnten.

Der schnellste Einzelfahrer war Frank Demut aus Untersulmetingen bei Laupheim mit 39 Runden, die schnellste Einzelfahrerin Stefanie Steinhart aus Mering bei Augsburg mit 29 Runden. Schnellster bei den Herren über 40 war Walter Schimpfössl aus Breitenwang (Tirol bei Reute) mit 37 Runden. Sieger bei den Zweiermannschaften Herren war das Team "Zwillingskraft Stevens" aus Stephanskirchen bei München, Florian Thaller und Christian Eckhart mit 43 Runden. Sieger im Zweier Mixed war der "Freundeskreis Uphill" aus Radolfzell mit Gregor Menzel und Katrin Schaake mit 37 Runden, und Sieger bei den Zweier Herren Masters (über 40) das Team vom SC Vöhringen mit Silvester Weinmeyer und Thomas Wilde und 40 Runden. Bei den Vierermannschaften Herren siegte das Team "Radsport Kirch-heim" mit Daniel Ziehfreund, Sebastian Stolz, Nico Kautter und Stephan Gerlach (42 Runden). Im 4er Mixed gewannen "Die vier Muskeltiere" aus Ehingen mit Raphael Lange, Louis Brasda, Adrian Hummel und Theresa Lenz (alle U17; 41 Runden). Die schnellste Runde bei den Männern absolvierte Uwe Hardter, ehemaliger Straßenradprofi, mit sieben Minuten und 35 Sekunden, bei den Frauen Gabi Stanger aus Dettingen, Teilnehmerin an der diesjährigen MTB-Marathon-Weltmeisterschaft in Südafrika, mit neun Minuten und 10 Sekunden.

Mit den Einnahmen des Rennens unterstützt der Lions-Club gemeinnützige Einrichtungen, unter anderem das Christliche Jugenddorf Bläsiberg bei Wiesensteig, das "Himmelreich" in Blaubeuren oder das Frauenhaus in Ulm.

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