Tödliche Badeunfälle: Ermittlungsverfahren eingestellt

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Zwei Männer waren am 8. und 9. Juli beim Baden zwischen der Donau und einem Donaukanal bei Munderkingen ums Leben gekommen. Sie waren im Bereich der „Wörth-Insel“ von der Sogwirkung eines sich im Wasser gebildeten Strudels erfasst und etwa drei Meter unter Wasser gezogen worden, wo sie ertranken. Jetzt hat die Ulmer Staatsanwaltschaft das Ermittlungsverfahren, bei dem auch auch geprüft wurde, ob eine Mitverantwortung von Verantwortlichen der Stadt Munderkingen wegen fahrlässiger Verletzung von Verkehrssicherungspflichten in Betracht kommt, eingestellt.

„Dabei konnte offen gelassen werden, ob überhaupt ein fahrlässiger Verstoß gegen Verkehrssicherungspflichten wie dem Anbringen von Warnhinweisen oder dem Aussprechen eines Badeverbotes vorliegt, da unter Berücksichtigung der Gesamtumstände, wenn überhaupt, dann allenfalls von einer geringen Pflichtverletzung auszugehen war“, teilt die Staatsanwaltschaft mit. So mussten die Verantwortlichen der Stadt Munderkingen nicht ohne weiteres damit rechnen, dass sich an der fraglichen Stelle ein tödlicher Badeunfall ereignen konnte.

Der Unfall wurde nach Ansicht der Staatsanwaltschaft mit großer Wahrscheinlichkeit vor allem dadurch „begünstigt“, dass die Donau zum Unfallzeitpunkt einen hohen Wasserstand aufwies. Dadurch seien größere Wassermengen als üblich durch die Rohre der Wehranlage vom Donaukanal in die Donau eingelassen worden. Dadurch hätten sich starke und auch großflächigere Verwirbelungen gebildet.

Beide Verunglückten treffe zudem ein erhebliches eigenes Verschulden an dem tragischen Unfall. Es sei zum Unfallzeitpunkt erkennbar gewesen, dass die Wasseroberfläche im fraglichen Bereich auf Grund der geöffneten Schleusen sehr unruhig war. Zudem seien beide Männer in erheblicher Weise alkoholisiert gewesen, was ihr Gefahrenbewusstsein, ihr Reaktionsvermögen und auch ihre Wahrnehmungsfähigkeit deutlich herabgesetzt haben dürfte.

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