Täter suchen Nähe zur Autobahn

Im Alb-Donau-Kreis nahm 2014 die Zahl der Wohnungseinbrüche um die Hälfte ab - auch in Nellingen. Das teilt Innenminister Reinhold Gall mit.

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Innerhalb einer knappen Woche ist vor Ostern vier Mal in Nellingen eingebrochen worden. Das ist doppelt so viel wie im gesamten Jahr 2014. Der Gemeinderat hat daraufhin eine Resolution verabschiedet, in der er mehr Polizeipräsenz fordert. Die Initiative der Gemeindevertreter zeigt Wirkung: Der Landtagsabgeordnete Karl Traub (CDU) hat das Thema aufgegriffen und eine parlamentarische Anfrage an das Innenministerium gerichtet.

Das Innenministerium hat inzwischen reagiert und die Anfrage beantwortet. Demnach ist 2014 die Zahl der Wohnungseinbrüche im Alb-Donau-Kreis um 48 Prozent gesunken. Während 2013 noch 191 Einbrüche registriert wurden, waren es im vergangenen Jahr 99 (siehe auch Info). Der dabei angerichtete Schaden an Gebäuden und gestohlenen Dingen beläuft sich auf rund 220.000 Euro.

Die Aufklärungsquote lag bei 10,1 Prozent - zum Vergleich: In der Summe aller Straftaten hat die Polizeidirektion Ulm 63,1 Prozent der Fälle aufgeklärt. Die geringe Quote bei den Einbrüchen begründet Innenminister Reinhold Gall (SPD) mit den komplexen und langwierigen Ermittlungen.Die Tatorte würden häufig "in einer aus Tätersicht günstige Lage" wie der guten Anbindung an die Autobahn liegen. Dies ist bei den Gemeinden auf der Laichinger Alb der Fall.

Einbruchsstatistik 2014

Innenminister Gall hat seinem Antwortschreiben auch eine Statistik der 2014 verübten Einbrüche im Alb-Donau-Kreis und der Stadt Ulm beigefügt. Hier einige Beispiele (in Klammer die Zahlen der Jahre 2013/2012):

Alb-Donau-Kreis gesamt 99 (191/119)

Stadt Ulm 139 (150/121)

Amstetten 5 (2/3)

Laichingen 8 (7/18)

Lonsee 9 (11/1)

Merklingen 2 (10/2)

Nellingen 2 (4/3)

Westerheim 1 (1/4)

Heroldstadt 4 (1/0)

 

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